Den Tag der deutschen Zukunft in Karlsruhe verhindern! #noTddZ

[SHA] Angeklagter sieht sich im Königreich Württemberg

Entnommen der SWP vom 10.05.2017

Das Amtsgericht verurteilt in drei Prozessen Männer, die den Reichsbürgern nahestehen. Ein Unternehmer doziert Gedankengut der Gruppierung.

Das ist nicht alltäglich: Vier bewaffnete Justizbeamte sichern den großen Haller Gerichtssaal ab und kontrollieren jeden, der den Raum betreten will. Der Grund: Das Amtsgericht verhandelt Strafsachen gegen sogenannte Reichsbürger. Drei Verhandlungen stehen an. Die vier Bewacher werden bis zum Schluss bleiben, aber sie müssen nicht eingreifen. Die ganztägige Sitzung verläuft ruhig, sogar Zwischenrufe bleiben aus.

Hass-Spruch auf Motorrad

Fall eins: Ein 24-jähriger Maurer aus der Reichsbürger-Szene hat an seinem Motorrad ein Kennzeichen mit den Buchstaben A.C.A.B und der deutschen Reichsflagge angebracht. Das Motorrad hatte er im August 2016 vor dem Regionalmarkt in Wolpertshausen abgestellt. Dass die Buchstaben für den englischen Polizisten-Hass-Spruch „All cops are bastards“ (Alle Polizisten sind Bastarde) stehen, bestreitet er. Es seien die Anfangsbuchstaben der Namen „Alexander, Claus, Axel, Bob“ oder so ähnlich.

Den vorgeworfenen Kennzeichen-Missbrauch will er nicht akzeptieren. Er habe  lediglich ein Logo an seinem Motorrad angebracht. Als das Gericht anbietet, das Verfahren gegen eine Geldauflage von 600 Euro einzustellen, willigt er aber sofort ein. Er soll das Geld an den Haller Sonnenhof zahlen.

Erneut ohne Führerschein

Fall zwei: Ein 64-jähriger Unternehmer aus Wolpertshausen ist erneut am Steuer erwischt worden, obwohl ihm schon vor einem Jahr vom Haller Landratsamt die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Sein Punktekonto im Flensburger Fahreignungsregister war voll. Unter anderem war er als Porsche-Raser aufgefallen.

Business-Anzug, hellblaues Hemd, gestreifte Krawatte – der Geschäftsmann mit dem markanten Schnauzbart tritt seriös auf. Allerdings behauptet er, er sei nur das „lebende Organ“ einer erfundenen juristischen Person seines Namens. Er räumt ein, Deutscher zu sein, ergänzt aber: „Bundesstaatenangehöriger aus dem Königreich Württemberg.“ Anschließend liest er aus einem – dem Internet entnommenen – Aufsatz die Gründe dafür ab, warum das Grundgesetz seinen Geltungsbereich verloren habe. „Mittlerweile leben wir mitten im Rechtsbankrott.“ Im Streit mit dem Finanzamt habe man ihm den Betrag von eineinhalb Millionen „enteignet“.

18 Monate Fahrverbot

Als die Polizei ihn am 5. Oktober 2016 in einem firmeneigenen Smart kontrollierte, zeigte er eine „Fahrerlaubnis des deutschen Reichs“. Vor zweieinhalb Monaten ist er schon einmal vom Crailsheimer Amtsgericht wegen „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ verurteilt worden.  Das Haller Amtsgericht entscheidet jetzt auf eine viermonatige Freiheitsstrafe mit Bewährung. Er soll als Auflage 8000 Euro an Ärzte ohne Grenzen zahlen und weitere 8000 Euro an den Weißen Ring. Einen neuen Führerschein kann er frühestens in 18 Monaten bekommen. Vorher erwartet ihn vermutlich eine MPU.

Zehn Waffen im Schrank

Fall drei: Der 51-jährige Angeklagte wird aus dem Haller Gefängnis vorgeführt. Er wurde wegen Fluchtgefahr inhaftiert. Das Leben des bisher unbescholtenen Industriekaufmanns geriet aus dem Ruder, als er vor mehr als zwei Jahren mit seinem Vellberger Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten kam.

Als er im Juli 2015 die eidesstattliche Versicherung abgeben musste, holte sich der Gerichtsvollzieher Verstärkung durch eine Zivilstreife der Polizei. Dabei wusste er gar nicht, dass der Mann als passionierter Jäger zehn Waffen in seinem Besitz hatte. Der Angeklagte hätte seine umfangreiche Jagdausrüstung dem Gerichtsvollzieher gegenüber angeben müssen, tat es aber nicht.

Der Staatsanwalt meint, die weiteren Anklagepunkte, nämlich Urkundenfälschung und falsche Verdächtigung, seien bedeutender. Der Angeklagte hat einen ehemaligen Geschäftspartner mit gefälschten Angaben in die Enge treiben wollen. Banken gegenüber hat er verbreitet, er habe eine Millionenforderung gegen das Unternehmen des Mannes. Am Ende bekommt er vom Haller Amtsgericht eine Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu 60 Euro, also 8400 Euro.

Inhaftierter kommt frei

Der wortgewandte 51-Jährige akzeptiert das Urteil. Sofort werden seine Fußfesseln abgenommen, er ist frei. Offen bleibt, ob er sich, wie er behauptet, aus der Reichsbürgerszene gelöst hat. Dem Gerichtsvollzieher hatte er seinerzeit noch einen keltisch-druidischen Ausweis vorgelegt. Vor Gericht rechtfertigt er den Ausweis damit, dass man ihn mit einem Organspende-Ausweis vergleichen könne. Auch für den Richter bleibt die politische Einstellung des Mannes fraglich: „Er hat sich distanziert, dass er ein Reichsbürger ist. Er ist aber so aufgetreten, als wenn er ein Reichsbürger wäre.“

Zur angekündigten Reichsbürgerveranstaltung am 01.04.2017 in Löwenstein

Am 1. April soll in 74255 Löwenstein eine Veranstaltung mit dem Motto „Was steckt u.a. hinter dem „Besitz der Deutschen Staatsangehörigkeit“?“ stattgefunden haben.
Als Veranstalter trat der „Verein für Bioenergetisches Leben e.V.“ auf.
Wo die Veranstaltung hätte abgehalten werden sollen ist uns bisher unbekannt.
Ebenso ist fraglich, ob die Schulung überhaupt stattgefunden hat, da sich laut Angaben des mehrere hundert Kilometer entfernt wohnhaften Veranstalters Detlef Schaebel mindestens 30 Teilnehmer*innen im Vorfeld hätten anmelden müssen.
Als Teilnahmegebühr wurden 60 Euro angegeben.
Der in NRW lebende Schaebel distanziert sich auf seiner Homepage von der Reichsbürgerbewegung im Veranstaltungshinweis um potentielle Teilnehmer*innen nicht zu verschrecken.
Jedoch ist er klar der Reichsbürgerbewegung zuzuordnen.
Unterstützung erfährt er beispielsweise von der AG Mensch in Württemberg, einer Reichsbürgersekte, die zahlreiche Stammtische in Württemberg abhält.
Einer dieser Stammtische findet beispielsweise in 73479 Ellwangen statt. Als Kontakt wird hier die Mailadresse ebby.spengler@gmx.net angegeben.

Bleibt zu hoffen, dass die Veranstaltung ins Wasser gefallen ist oder lediglich ein Aprilscherz war.
Wir bleiben dran und behalten Reichsbürgeraktivitäten im Lkr.SHA im Auge!

„Reichsbürger“ erneut vor Gericht in Crailsheim

Ein Unternehmer aus einer Gemeinde im Landkreis, der der „Reichsbürger“-­Szene zuzuordnen ist, sorgt seit Monaten für Unruhe in der Justiz im Landkreis. Es begann im Spätsommer des vergangenen Jahres am Arbeitsgericht in Schwäbisch Hall. Bei einem Gütetermin kam es zu tumultartigen Ausschreitungen, die Polizei musste einschreiten. Der Unternehmer hatte einen Abteilungsleiter rausgeworfen. Der Mitarbeiter erhob Kündigungsschutzklage und so kam der Vorgang vor Gericht.

Geldstrafe verhängt

Der Kammertermin des Arbeitsgerichtes in dieser Angelegenheit fand dann in Crailsheim statt. Aufgrund der Vorkommnisse in Schwäbisch Hall reagierte die Justiz und sorgte für erhöhte Sicherheitsvorkehrungen im Gerichtsgebäude in der Friedrichstraße. Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten sich schließlich auf Trennung und eine Abfindung in Höhe von fast 50 000 Euro.

Vorgestern stand der „Reichsbürger“ wieder vor Gericht – und muss nun wieder in die Tasche greifen. Allerdings nicht so tief wie beim Crailsheimer Gerichtstermin im vergangenen Jahr. Amtsrichterin Uta Herrmann verurteilte den Unternehmer zu einer Geldstrafe in Höhe von 6000 Euro. Der Angeklagte war im Herbst 2016 beim Fahren ohne Führerschein erwischt worden. Schon im Frühjahr des vergangenen Jahres war ihm die Fahr­erlaubnis entzogen worden. Doch das hindert ihn nach wie vor nicht daran, Auto zu fahren. Der nächste Prozess, dieses Mal am Amtsgericht in Schwäbisch Hall, wartet schon.

Warnung der Richterin

„Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Für sie existiert nur das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937. Als er am Donnerstag nach seiner Staatsangehörigkeit gefragt wurde, antwortete er: „Ich bin Bundesstaatenangehöriger von Württemberg.“ Richterin Herrmann nahm das „zur Kenntnis“. Wie auch seine Einlassungen, das Gewohnheitsrecht würde ihm zum Fahren eines Autos berechtigen. Sollte er sein Verhalten nicht ändern, werde es weitere Geldstrafen geben und irgendwann eine Haftstrafe folgen, wies ihn die Richterin auf die Folgen seines Tuns hin.

Justiz und Polizei Hand in Hand

Sowohl vor als auch im Crailsheimer Amtsgericht blieb es vorgestern ruhig. Dafür sorgte unter anderem die Sicherheitsgruppe. Das sind speziell ausgebildete Justiz­wachtmeister, die überall dort im Land zum Einsatz kommen, wo es erhöhten Sicherheitsbedarf an Gerichten gibt. Unterstützt wurde diese Gruppe von Bereitschaftspolizisten aus Göppingen und Beamten des Crailsheimer Polizeireviers. http://www.swp.de/crailsheim/lokales/crailsheim/_reichsbuerger_-erneut-vor-gericht-in-crailsheim-14503214.html

Udo Stein und Marcel Grauf – Überläufer aus dem Lkr. SHA von der NPD zur AfD

Wie einem weiteren Rechercheartikel der Autonomen Antifa Freiburg zu entnehmen ist, war der Landtagsabgeordnete der AfD für den Wahlkreis SHA, Udo Stein, ein ehemaliger Aktivist der NPD.
Den gesamten Rechercheartikel könnt ihr hier nachlesen
→ https://linksunten.indymedia.org/de/node/203102
den entsprechenden Ausschnitt mit Screenshot haben wir hier veröffentlicht.

Nazis im Landtag

Auch ein weiterer AfD-Abgeordneter aus Baden-Württemberg hat Verbindungen zur NPD: Udo Stein aus Schwäbisch Hall. Stein war zwar kein Funktionär der NPD, war allerdings vor der letzten Bundestagswahl noch am Wahlkampf für die NPD beteiligt. Der baden-württembergische NPD-Funktionär Alexander Neidlein regte sich im Februar 2016, als Stein als Landtags-Kandidat Wahlkampf für die AfD machte, maßlos über den Seitenwechsel zur Konkurrenz auf:

Unglaublich – dieser Penner hat bei der Bundestagswahl noch Plakate von uns aufgehängt und Flugis verteilt. Der war extra mit seinem Kind noch bei mir und hat die Plakate geholt.

Die NPD-Aktivistin Marina Djonovic kommentierte dazu:

Ich Hass den Typ… der ist bei der IB Hohenlohe

Neidlein überlegte, Udo Stein bei der Presse als ehemaligen NPD-Aktivisten zu verpfeifen:
facebook ist ja cool – hab alle Nachrichten noch von ihm vom Jahr 2013 und 2014. Da er mich gelöscht hat, vor ca. 1 Jahr ist leider das Bild nciht mehr sichtbar, wo er mit einem NPD-Plakat drauf ist. Das hat er mir damals geschickt – aber im Verlauf hab ich noch wie er für Bühlertann ganze 2 Plakate haben wollte und extra zu mir gekommen ist um diese abzuholen.

Dominik Stürmer, inzwischen Pressesprecher der NPD Baden-Württemberg, riet allerdings davon ab, der Presse von Udo Steins Aktivitäten zu berichten:

Ja, nur das er sich von den bösen abgewandt hat und letzten Endes besser dasteht als davor. Nachher holt er noch weiter aus und unterstellt uns den üblichen dreck mit Holocaust und was weiß ich was. Sollte man sich gut überlegen. Intern in Facebook, explizit an die gesamte Freundesliste usw muss man das natürlich publik machen, doch mit der Zeitung weiß ich nicht so recht.

Ein weiterer Überläufer aus dem Lkr. SHA – Marcel Grauf

Des Weiteren kam zu Tage, dass der AfD Abgeordnete Heiner Merz einen Neonazi aus dem Landkreis SHA als Mitarbeiter beschäftigt.

Marcel Grauf aus Mainhardt wurde am 13. Februar 1987 geboren. Bereits im Jahr 2008 war Grauf bei der JN Baden-Württemberg, der Jugendorganisation der NPD, aktiv und nutzte dort die Mailadresse m.grauf@jn-bw.de. Im Jahr 2009 wurde Grauf „Landesorganisationsleiter“ der JN Baden-Württemberg und damit Mitglied des Landesvorstands der NPD Baden-Württemberg. Während seines Studiums der Politikwissenschaft in Marburg ab 2010 wurde Grauf Mitglied der rechtsradikalen »Marburger Burschenschaft Germania«. Deren Dachverband, die »Deutsche Burschenschaft«, bezeichnete Grauf im August 2016 als Werkzeug zur „Ausbildung“ junger Männer und zur Bildung eines Netzwerks:

In der Ausgabe 4/2015 der Nazizeitschrift »Neue Ordnung« veröffentlichte Grauf einen mehrseitigen Artikel mit dem Titel „Eine notwendige Richtigstellung zu Coudenhove-Kalergi“. Im Herbst 2015 zog Grauf zurück nach Baden-Württemberg und beteiligte sich am Wahlkampf der NPD für die Landtagswahl im März 2016. Nach dem Einzug der AfD in den Landtag wechselte Grauf opportunistisch (wie früher Udo Stein) die Seiten und arbeitet inzwischen für den AfD-Landtagsabgeordneten Heiner Merz.

Rassist, Faschist, Nazi

Von Marcel Grauf lässt sich beim besten Willen nicht behaupten, dass er sich „von den Bösen abgewandt“ hätte. Auf seinem Facebook-Profil „Marcel Montana“ veröffentlicht er nach wie vor regelmäßig bösartige nationalsozialistische Hetze. Er zitiert Liedtexte wie „White Power“ von «Skrewdriver“, veröffentlicht Fotos von sich selbst in Naziband-Shirts, von griechischen Nazis mit Hitlergruß und von der berüchtigten Google-Maps-Karte des »III. Weg« mit Flüchtlingswohnheimen.


Marcel Grauf zweiter von links mit Kommando Skin Shirt

Im Oktober 2015 postete Joachim Grauf, Vater von Marcel Grauf, ein Bild eines stilisierten Hitlerportraits mit dem Schriftzug „Er ist wieder da“ als Hitlerbärtchen. Vater Grauf schrieb dazu: „Ja und mein Sohn ist auch wieder im Ländle, welch Zufall“. Ein „Like“ gab es dafür von Marcel Graufs unter dem Pseudonym „Marcel Montana“ betriebenen Facebook-Account.
Grauf bezeichnet sich stolz selbst als Rassist, Faschist und Nazi und veröffentlicht Bilder mit Hakenkreuzen.

Grauf nahm wiederholt positiv auf den Massenmörder Breivik Bezug. Beispielsweise veröffentlichte er ein Bild des grinsenden Anders Breivik mit dem Hashtag #AndersEuropamachen oder schrieb am 22. Juli 2015, dem Jahrestag von Breiviks Massaker: „Happy Anniversary, Commander“. Auch zu Breiviks Geburtstag gratulierte mit einer Bildmontage, die Breivik mit erhobener Faust, einem Logo mit gekreuzten Gewehren und dem Schriftzug „Anders Breivik Mixtape. #HEADSHOTMUSIC“ zeigt. Grauf freute sich offenbar diebisch darüber, dass sein eigener Geburtstag auf das selbe Datum fiel und postete das Bild sowohl im Jahr 2015 als auch 2016.

Noch detailiertere Informationen über Marcel Grauf findet ihr unter dem zu anfangs geposteten Link.

Reichsbürger im Landkreis SHA

Mit Freude mussten wir feststellen, dass ein sehr informativer Rechercheartikel über die Reichsbürgerbewegung im Landkreis SHA auf linksunten.indymedia.org veröffentlicht wurde.
Diesen möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Sehr lesenswert!

--> https://linksunten.indymedia.org/de/node/201133

[Herboldshausen] Völkische Weihnachten mit Fackelmarsch

Der rechtsextreme „Bund für Gotterkenntnis (Ludendorff)“ hat in
Herboldshausen bei Kirchberg an der Jagst (Kreis Schwäbisch Hall) seine
Weihnachtsfeier nach völkisch-neuheidnischem Brauch durchgeführt.

Punkt 18.00 Uhr stehen die rund 70 Erwachsenen und Kinder mit Fackeln vor
der Tür des „Jugendheims Hohenlohe“ in dem abgelegenen Dörfchen
Herboldshausen im Norden Baden-Württembergs. Eine Mutter setzt ihrem
Sprössling noch rasch eine Mütze auf – das Thermometer zeigt minus zwei
Grad an. In Marschformation geht es für die Fackelträger los, einige
hundert Meter zu einem nahegelegenen Acker. Hier haben schon am Morgen
junge Männer einen Holzstoß aufgebaut.

Dort angekommen stellen sich die angereisten Personen – vom Kleinkind bis
zu Greis – im Kreis um den Holzstoß auf und singen alte, traditionelle
Lieder. Ein Mann spricht einige Worte, die er abliest. Eingeladen zu der
„Weihnachtsfeier“ ins „Jugendheim Hohenlohe“ hatte der völkisch
ausgerichtete „Bund für Gotterkenntnis“ (BfG). Besitzer des Grundstücks
mit großem Fachwerkhaus ist der „Ludendorffer“-Bund. Vorheriger
Eigentümer war der langjährige BfG-Vorsitzende Gunther Duda aus Dachau.
Seit den 1970er Jahren wird das Haus von den „Ludendorffern“ genutzt,
aber auch anderen rechtsextremen Gruppen zur Verfügung gestellt. Das
Bundeskriminalamt, dem seit 1980 bekannt ist, dass die Immobilie für
rechtsextreme Zwecke genutzt wird, stellte vor einigen Jahren eine
„Nutzung für Treffen, Versammlungen, Sonnwendfeiern et cetera“ fest.

„Deutsche Weihnachen weisen den Deutschen den Weg zur Freiheit“

Die Anhänger/innen der Antisemitin Mathilde Ludendorff (1877-1966) sind
eine der wenigen völkischen, neuheidnischen Strömungen, die das
Weihnachtsfest als Weihnachten feiern – und nicht etwa als „Julfest“. Das
heidnische Weihnachten sei, so schrieb Erich Ludendorff (1865-1937), „zum
jüdischen Christfest“ verkommen. „Dies erkennen wir jetzt dank unserem
Rasseerwachen“, hielt Ludendorff 1933 fest. „Das Weihnachtsfest ist
urdeutsch“, behauptete seine Frau Mathilde. „Vertieft das jüdische
Christfest die Knechtung der Deutschen, so weisen Deutsche Weihnächte dem
Deutschen den Weg zur Freiheit.“ Diesem völkisch-heidnischem Brauchtum
fühlen sich die „Ludendorffer“ auch heute noch verpflichtet.

Die Teilnehmer/innen der Weihnachtsfeier kamen überwiegend aus Hessen,
Baden-Württemberg und Bayern. Darunter waren viele Familien, die schon
seit Jahren an den völkischen Versammlungen der „Ludendorffer“
teilnehmen. Auch Angehörige der Familie Klink aus dem nahe gelegenen
Ingelfingen (Hohenlohekreis) reisten an. Die Apothekerin Gudrun Klink hatte
2010 den Vorsitz des „Bundes“ von Duda übernommen. Sie und ihr Mann
Hartmut gelten auch als Verantwortliche für das „Jugendheim Hohenlohe“
in Herboldshausen.

In diesen Tagen steht bei dem „Bund für Gotterkenntnis“ nicht nur die
„deutsche Weihnacht“ auf dem Programm, der rassistische und
antisemitische BfG gedenkt auch seines ehemaligen Chefs Gunther Duda, der
am 10. Dezember 2010 verstarb. 33 Jahre hatte Duda den „Bund für
Gotterkenntnis“ ohne Unterbrechung geführt. „Sein Anliegen galt (…)
nicht nur weltanschaulichen Fragen, sondern auch den politischen Netzwerken
im Hintergrund, für deren Aufklärung sich ja schon Erich und Mathilde
Ludendorff eingesetzt hatten“, heißt es in Gedenkworten an Duda in der
„Ludendorffer“-Zeitschrift „Mensch und Maß“. Gemeint sind damit die
„überstaatlichen Mächte“, allen voran die Juden, die laut der
Ludendorffs an der Zerstörung der Völker arbeiteten.

Quelle:
http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/v-lkische-weihnachten-mit-fackelmarsch

AfD-Delegation aus Baden-Württemberg auf Hofers Wahlparty in Wien

Der AfD-Landtagsabgeordnete Udo Stein berichtet in einer Pressemitteilung
vom 25. Mai 2016 von seinem Besuch auf der Wahlparty des gescheiterten
FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer am 22. Mai.
„Am vergangenen Wochenende war MdL Stein einer Einladung der FPÖ gefolgt
und nach Wien gereist, um an der Wahlparty bezüglich der
Bundespräsidentenwahl in Österreich teilzunehmen.
Kontakte zur FPÖ wurden durch die „Junge Alternative“, in welcher MdL
Stein ebenfalls Mitglied ist, bereits bei der letzten Wahl von
Hans-Christian Strache geknüpft. Daher freut es Stein umso mehr, dass nun
auch die AfD auf diesen Zug aufgesprungen ist und die Beziehungen zur FPÖ
vertieft hat.“
Stein schwärmt:
„Es war ein außerordentlich tolles Erlebnis, neue Kontakte wurden
geknüpft und durch den Gedankenaustausch mit unseren Freunden von der FPÖ
habe ich viele Anregungen für meine zukünftige politische Arbeit
gewonnen“.
Neben Frauke Petry waren auch deren neuer Pressesprecher, Markus Frohnmaier aus Tübingen und Andreas Schumacher aus Freiburg.
Der Jurastudent Schuhmacher ist Mitglied im Bundesvorstand der „Jungen Alternative“ und Beisitzer im AfD-Kreisverband Freiburg.

Quelle:
http://keinealternative.blogsport.de/

Meldungen aus dem Lkr. SHA im Überblick

Arbeiter einer Hohenloher Firma feiern Hitlers Geburtstag

Mindestens 3 Mitarbeiter der Hohenloher Firma Arnold Umformtechnik mit Sitz in Forchtenberg-Ernsbach feierten in der Nachtschicht vom 19. auf den 20. April Hitlers Geburtstag mit einer Hakenkreuztorte am Standort Dörzbach.
Zudem hingen die beschuldigten Mitarbeiter eine Reichskriegsflagge auf, vor der sie sich, unter dem Zeigen des Hitlergrußes, fotografieren ließen.
Diesen Spuk betrieben die ,, Kameraden“ bereits seit Jahren, wie gemunkelt wird.

Das Unternehmen reagierte prompt nach der Kenntnisnahme,brachte den Vorfall zur Anzeige und stellte die Mitarbeiter umgehend frei.

Und auch hier fährt die Polizei ihren üblichen Trott:
Sie dementiert die rechte Gesinnung der Übeltäter und spielt den Vorfall herunter.
Der Staatsschutz ermittelt nicht.

Rechte Schmierereien an Vellberger Bushaltestelle

An einer Bushaltestelle in Vellberg sind erneut rechte Schmierereien aufgetaucht.
Diese wurden umgehend von aufmerksamen Antifaschist*innen übermalt.
Der potentielle Täterkreis ist überschaubar.
Einen besonderen Gruß möchten wir hierbei David W. zukommen lassen. ;-)

Rechtes Transparent an einer Brücke an der Westumgehung

Ein Transparent, welches aller Wahrscheinlichkeit nach, von der Identitären Bewegung an einer Brücke an der Westumgehung mit der Aufschrift: ,,Merkel muss weg“, angebracht wurde, wurde umgehend entfernt.
Aufgrund eines Schriftabgleichs sind es vermutlich die selben rechten geistigen Tiefflieger, die bereits vor einiger Zeit an Haller Brücken Transparente mit haarsträubenden Rechtschreibfehlern
angebracht haben. (wir berichteten)
Trotz allem sollte man diesen rechten Umtrieben nicht zu viel Aufmerksamkeit widmen.

Gaildorf

Wie aus einem Artikel der SWP zu entnehmen ist, gerieten zwei Personengrupen auf einem Dorffest in Gaildorf aneinander.
Grund hierfür soll ein „Kein Bock auf Nazis“ Aufnäher auf einem Rucksack einer Personen gewesen sein.
Dieser Aufnäher gefiel 2 rechten Schlägern nicht, worauf es zu einem Handgemenge kam, in dessen Verlauf der Antifaschist geschlagen und umgestoßen wurde.

http://www.swp.de/gaildorf/lokales/polizeibericht/Hiebe-wegen-Anti-Nazi-Spruchs;art1223108,3823115

Wir bitten hiermit den betroffenen Antifaschisten sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Murrhardt

Offenbar in den letzten Tagen stahlen Neonazis ein Banner mit der Aufschrift „Refugees welcome“, das in Murrhardt (Rems-Murr-Kreis) an der dortigen Geflüchtetenunterkunft angebracht war und die Menschen die vor Krieg und Elend Schutz suchen willkommen heißt.
Die Faschisten brüsten sich im Nachhinein auf einschlägigen rechten Seiten im sozialen Netzwerk damit und veröffentlichten Bilder des gestohlenen Banners.
Höhnisch senden sie „schöne Grüße nach Murrhardt“ und zeigen auf dem Foto, wie das Stoffbanner in Flammen aufgeht.

Selbstverständlich ließen sich die Refugees und Helfer*innen vor Ort nicht einschüchtern.
Kurz darauf wurde ein neues Banner an der Unterkunft angebracht.

Der AFD in die braune Suppe spucken!