Aktuelles

[RMK] Erneut NSBM-Konzert beim VFRR Großerlach

Am 06.10.17 soll im VFRR Klubhaus in Großerlach, einem Dorf zwischen Schwäbisch Hall und Backnang, wiederholt ein National Socialist Black Metal (NSBM) Konzert stattfinden.
Dieses mal mit Horna, Thy Darkened Shade und Shaarimoth:

In diesem Zug möchten wir euch über die Bands sowie den Veranstalter VFRR informieren.

Ein Blick auf die Facebook Seite von Thy Darkended Shade zeigt schon wie die Band tickt.
Dort findet sich ein Gedenken an den Satanisten Jon Nödtveidt, anlässlich dessen Todestags.

Jon Nödtveidt war Sänger & Gitarrist der Band Dissection, sowie einer der Protagonisten der satanisitischen Misanthropic Luciferian Order (MLO), sowie der Werewolf Legion, eine für Gewaltverbrechen bekannte Unterstützer Organisation für inhaftierte MLO-Mitglieder.
Seine Band Dissection gilt als Propagandaeinheit der MLO.

Jon Nödtveidt wurde wegen Beihilfe zum Mord an einem homosexuellen Algerier, sowie illegalen Waffenbesitzes verurteilt.

Sowohl Thy Darkened Shade, als auch Horna stehen beim NSBM-Label World Terror Committee unter Vertrag, welches von dem Nazi Sven Zimper, Schlagzeuger der NSBM-Band Absurd, betrieben wird.

Während die Band Horna versucht ihr Image nach außen hin unpolitisch zu halten, fällt die Band insbesondere durch das Engagement ihrer Mitglieder in der NSBM-Szene, sowie durch sich positiv auf den Nationalsozialismus beziehende Aussagen auf. [1]
Der Band Leader und Gitarrist „Shatraug“ betrieb bespielsweise das NSBM-Label Grievantee, ist Mitglied der Band Finnentum, die aus der NSBM-Band Blutschrei hervorging und bekennt sich klar zum Nationalsozialismus:

“Ja, ich unterstütze ihn [den Nationalsozialismus, Anmerkung] und von Warmaster [Nazgul] kann ich das gleiche sagen. Meiner Ansicht nach bedeutet der Nationalsozialismus, stolz auf sein eigenes Erbe und sein eigenes Land zu sein, an die Waffenbrüder zu glauben sowie an jene Werte zu glauben, die jeden fremden Einfluss oder Religion ausschließen.” [2]

In einem Interview mit dem Szenemagazin Canadian Assault wird deutlich welche politischen Ziele der Horna Gitarrist „Shatraug“ verfolgt. Dort gab er unumwunden zu:

„For more nationalist ideas I am involved in a project called Blutschrei with Vilheim from Sombre Chemin [3] and Ravenum from the local band Hammer [4]. He was the drummer in Horna for a really short while before injuring his arm and being unable to play drums proper ever again.“ [5]

Der folgende Beitrag bietet noch weiterführende Informationen zu Horna:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/67192

Es ist nicht das erste Mal, dass der VFRR die Band Horna einläd.
Bereits im Jahr 2012, trat die Band im Rahmen ihrer Europa Tour in Großerlach auf:

Schon damals wurde der VFRR auf den rechten Charakter der auftretenden Bands hingewiesen und gebeten das Konzert abzusagen.
Die Antwort des uneinsichtigen Vereinsvorsitzenden Nick Müller sagt eigentlich schon alles, aber lest selbst:

Hallihallo „autonome“ „antifa“ SHA,
zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich im Regelfall namenlose Anfragen ignoriere.

Wenn einen von Euch tatsächlich unser Programm, dessen Hintergründe und Antriebe oder die sehr schön ausgeprägte Meinungsvielfalt unserer Mitglieder jeden Alters, von 2J (jüngstes) – 72J (ältestes) und Interessensgebiete des Verein’s interessiert oder sich gar für unsere autonome (in ehrenamtlicher Arbeit, selbstfinanziert) Musik/Kunstschule (VFRR Akademie im VFRR Kunst- und Kulturzentrum) für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner aus finanziell und gesellschaftlich benachteiligten Familien oder Stand, angagieren möchte, kann er sich gern mit (richtigem) Namen vorstellen oder vielleicht sogar einen Termin vereinbaren und so wird er/sie? an alle Informationen kommen die er/sie? haben möchte, da wir immer sehr aufgeschlossen sind.

Da wir eine tatsächliche autonome und gegen Faschismus eingestellte Vereinigung sind, könntet Ihr ja Euch zum Beispiel ein wenig sozial angagieren z.B. in Form von Geldspenden, da wir uns nicht wie z.B. Club Alfa in SHA von dem System finanzieren lassen, von dem sich die Besucher und Mitglieder angeblich distanzieren.
Wenn Ihr also eine Geldspende für unser autonomes Projekt in Betracht zieht, stellen wir Euch auch gerne eine Spendenquittung aus, die er/sie/(noch?)namenlos sogar bei dem von ihm/ihr nicht gemochten System von der Steuer absetzen kann ;-)

Wenn Euch das Programm am 29.09. nicht zusagt ist das nicht so schlimm, denn wir sind ein sehr sehr vielseitiger Kunst- und Kulturverein. Der VFRR lebt seit nunmehr 10 Jahren absolute autonome Kulturvielfalt, bei uns gibt es im Musikbereich Blues, Freesessions, Stonerrock, Hardcore, die verschiedensten Arten von Metal (nunmal auch Blackmetal ;-) ), Keltische Klänge, Irish Folk, Reaggea, Rock ‚n‘ Roll, Punk, Doom, afrikanische Trommelgruppen, Didgeridoospieler.. uvm zu erleben
Im Kunstbereich haben wir Maler, Steinmetze, Feuerkünstler, Schnitzer, Fotographen, Graphikdesign uvm

Da wir Mitglieder aus 6 verschiedenen Nationen haben findet ein reger Kulturaustausch statt und oberstes Gebot ist dies alles mit einer Menge Spaß auszuleben. Also gebt Euch einen Ruck, wir sind über jede Spende dankbar, auf Anfrage ( nicht erwähnenswert, dass dies nur mit persönlicher Vorstellung geht ;-) ) schicke dann natürlich die Bankverbindung für’s Spendenkonto.

Da Ihr ja angeblich gutes tun wollt, gebe ich hier mal was zu Bedenken, da Ihr wohl sehr unwissend und ungebildet seid.
Automie zu leben bedeudet keiner Masse hinterher zu rennen, sich selbst zu bestimmen, das Leben selbst verstehen zu versuchen/lernen (ein guter Helfer dafür ist Kunst, z.B. als Musik mit absoluter Meinungsfreiheit und ohne politischem oder großkommerziellem Interesse), für ZENSURFREIE Medien (sitzen in „deutschen“ Zensurkomissionen doch Kirchenvertreter, Zentralrat der Juden und sehr fragwürdige Vertreter der noch fragwürdigeren „Antifa“) zu arbeiten und NICHT DAGEGEN!!!, sich selbst zu tragen ohne die ständige Hilfe eines großen Onkels (z.B. Onkel in Form von den Medien, die Ihr angeblich verachtet und den Kapitalismus erst möglich machen)
Vor Allem bedeudet Automie zu LEBEN (mit Freude an Vielfalt und Freigeistlichkeit) und sich nicht von übergeordneten Schreiberlingen aufhetzen zu lassen und sein Leben damit zu füllen gegen hier und gegen da zu sein. Mann Menschen!! Wenn Ihr Euch schon Autonom nennt, dann beschäftigt Euch mit Leben und Genesung!!! und zieht nicht das schöne Wort in den Dreck und widerspricht Euch nicht mit absolut faschistischen Vorgehensweisen die soviel wert sind wie z.B. Hartz IV

Mit freiheitlichen Grüßen

Nick Müller
1. Vorstand VFRR e.V.

Der 1.Vorstand des VFRR, Nick Müller:

Nick Müller ist selbst musikalisch aktiv und spielt in der Band Knaster.

Auch im Mitgliederverzeichnis auf der VFRR Homepage finden sich einschlägige Personen, zum Beispiel Heiko Gubelius, bekannt als Veranstalter von NSBM-Konzerten im Main-Tauber-Kreis unter dem Label “Torn your Ties“ [6] :

Kein Wunder also, dass der VFRR immer wieder NSBM-Konzerte durchführt.
Beispielsweise wiederholt mit der NSBM-Band Corpus Christii [7] :

Umso erschreckender, dass der VFRR im Juni diesen Jahres, anlässlich seines 15-Jährigen Bestehens, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Großerlach und diversen Unternehmen aus der Region, trotz seines rechten Charakters, einen historischen Handwerkermarkt organisieren konnte und anscheinend unbemerkt unter seinem kulturellen Deckmantel in der Öffentlichkeit agiert.

We are watching you!

Weitere Infos zur rechten Black Metal Szene in Ba-Wü:
https://linksunten.indymedia.org/de/node/185333

[1] https://fightfascism.wordpress.com/2007/04/29/horna-finnland-bandbeschreibung/
[2] Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 254.
[3] „Sombre Chemin“, Frankreich, Mitglied der NSBM-Vereinigung Pagan Front
[4] „Hammer“, Finnland, NSBM-Band: http://i40.tinypic.com/24zho93.jpg
[5] http://www.canadianassault.com/hornainterviewnew.htm
[6] https://www.facebook.com/mghgegenrechts/posts/1761295434084407
[7] https://fightfascism.wordpress.com/2007/04/29/corpus-christii-portugal-bandbeschreibung/

Stich in den Hinterkopf eines Geflüchteten in SHA

Der lebensbedrohliche Übergriff auf einen minderjährigen Geflüchteten auf dem Jakobimarkt in SHA wurde erst auf Druck von Einzelpersonen gegenüber der örtlichen Polizei der Öffentlichkeit preisgegeben.
Anfänglich dementierte die Polizei den Vorfall.
Ebenso gab es eine weitere Stichwaffenattacke am Starkholzbacher See, wie dem Zeitungsbericht zu entnehmen ist.
Wir werden dranbleiben und den Täter genau unter die Lupe nehmen!

Hier der Link zum Presseartikel.
http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/stich-in-den-hinterkopf-15586492.html

Waffenarsenal bei Reichsbürger im Kochertal gefunden

Am 02.08.2017 durchsuchten Polizeibeamte die Wohnung eines Reichsbürgers in einer Kochertalgemeinde in der Nähe von Künzelsau.

Nachdem der 60-Jährige in einem Sozialen Netzwerk das Foto einer angeblich erlaubnisfreien Waffe eingestellt hatte, wurde der Durchsuchungsbeschluss erwirkt und unter Mitwirkung eines Mitarbeiters des LKA-Baden Württemberg vollzogen.
Dabei entdeckten die Beamten mehrere Deko- und Anscheinswaffen, jedoch auch fünf Schusswaffen sowie mehrere Kisten Munition. Unter den Funden sind mehrere, die unter das Waffen-, das Kriegswaffenkontroll- und das Sprengstoffgesetz fallen.

(Der Mann ist nach den erkennungsdienstlichen Behandlungen wieder auf freiem Fuß. Er muss nun mit entsprechenden Anzeigen rechnen.)

Regionale Neonazis auf dem Rock für Identität in Themar

Neonazis aus Württemberg und Main-Tauber auf dem Rock für Identität in Themar am 29.07.2017.


links, Division Würrtemberg T-Shirt: Marina Djonovic, NPD Ostalbkreis


Division Württemberg


TBB-ME 128: schwarzer Ford Mondeo, kleiner FC Bayern München Aufkleber
hinten rechts


Wehrwolf Württemberg

Wahlkampfauftakt der AfD SHA floppt auf ganzer Linie

Zur Wahlkampfauftaktveranstaltung des AfD KV SHA-Hohenlohe verirrten sich lediglich ca. 50 Personen in den extra angemieteten Neubausaal in SHA.
Der eigens engagierte private AfD Sicherheitsdienst mitsamt Anti-
Antifa Fotograf
schirmte die Veranstaltung mithilfe von 16 eingesetzten Beamten der Polizei hermetisch ab.


Anti-Antifa Fotograf

Udo Stein hatte keine Kosten und Mühen gescheut, den reibungslosen Ablauf der Auftaktveranstaltung mit möglichst vielen Sicherheitsvorkehrungen zu sichern.
Dies hatte er großspurig einige Tage zuvor in einem offenen Brief an potentielle Zuhörer*innen publiziert. Stein versprach, Gäste bei der Zu-und Abreise ausreichend vor „der ANTIFA“ zu schützen, die in seinen Augen zu allem fähig sei.
Als Lotse der angekommenen Zuhörer*innen fungierte das örtliche AfD-Mitglied Andreas Setzer, welcher auf Höhe des Holzmarktes angespannt auf und ab lief und sichtlich nervös wirkte.

Andreas Setzer als Lotse

Die im geräumigen Veranstaltungsort verloren wirkenden Zuhörer, überwiegend männlich und im gesetzten Alter, bekamen nach einleitenden Worten des MdL Udo Stein zunächst den Bundestagskandidaten der AfD für den Landkreis SHA, Stefan Thien zu Ohren.


„Töricht-gutgläubiger Wutrentnertreff“

Aus dem Haller Tagblatt wird dieser wie folgt zitiert:
„Während des Vortrags sind keine Zwischenrufe erlaubt“, so kontert er auf kritische Nachfragen während seiner Rede. Die angesprochenen Damen verlassen später den Raum, begleitet von dem Ruf „Verpisst Euch“ aus dem Publikum.
Interessante Schlüsse sind die Spezialität des Politik-Neulings: So stellt er einen Zusammenhang her zwischen Angela Merkels „Wir schaffen das“ und den Ausschreitungen in Hamburg beim G20-Gipfel. Nichtregierungsorganisationen, die im Mittelmeer Flüchtlinge retten, nennt er „Schlepper-Organisationen“. Er wettert gegen Ausländer und Flüchtlinge. „Aber wir haben auch andere Themen“, sagt Thien, um bei jedem einzelnen Punkt wieder auf die Asyl-Problematik zu kommen.“

Thien, der in seiner Rede von dem Märchen der extremen Rechten in Deutschland schwadroniert und auch ansonsten mit dümmlichen Aussagen, Verharmlosungen und Vergleichen glänzt, passt in das Bild des örtlichen AfD Kreisverbandes wie die Faust aufs Auge.1

Im Anschluss an seine Rede kündigt Thien den „Stargast des abends“, die Spitzenkandidatin der AfD – Alice Weidel – an.
Jedoch bedurfte es viel Geduld seitens der anwesenden Zuhörer*innen.
Alice Weidel verspätete sich deutlich und traf mit über 2 Stunden Verspätung im Haller Neubausaal ein.

Im Haller Tagblatt wird sie wie folgt zitiert:
„Sie lobt US-Präsident Trump, ätzt gegen die Bundeskanzlerin, die Medien und die „Altparteien“. Sie werde der Islamophobie bezichtigt, vor allem von den „Mainstream-Medien“.
Den Beweis, dass dies nicht ganz von der Hand zu weisen ist, erbringt sie durch wiederholte, meist unter die Gürtellinie gehende Aussagen. Sie genießt dabei sichtlich die Rolle als Liebling derer, die ihr politisch folgen.“

Nachdem bei der Veranstaltung die Luft raus war, schien der Autoreifen Udo Steins dem gleichzutun.
Sein im Parkverbot stehender BMW (Gauland wäre stolz gewesen) mit dem Kennzeichen SHA-US-283 schien dem Druck nicht mehr standhalten zu können.
Auf Facebook postete Udo Stein ein Bild seines platten Reifens mit der Bemerkung: „Trotz gelungener Veranstaltung ein minimaler Verlust.“


Die Luft ist raus – Udo läuft nach Haus!

Breites Bündnis demonstriert gegen die AfD-Wahlkampfveranstaltung am Holzmarktes

Am Protest beteiligten sich Gewerkschaften, Parteien, antifaschistische Gruppen und Anti-Rassismus-Verbände aus der ganzen Region.
Ab 17 Uhr fanden sich über 150 Gegendemonstrant*innen ein.
Trotz der kurzfristigen Ankündigung seitens der AfD und dem damit verbundenen geringen Mobilisierungszeitraums ist die antifaschistische Kundgebung auf dem Holzmarkt und die anschließenden kreativen Proteste um den Neubausaal herum als großer Erfolg zu werten.
SHA hat wieder einmal gezeigt, dass die Stadt kein gutes Pflaster für Rechtspopulist*innen und Neonazis ist.
Wer in SHA rechte Veranstaltungen anmeldet, kann mit einem breiten Gegenprotest rechnen.
Der AfD Kreisverband wird sich in Zukunft mehrmals überlegen müssen, ob sie Veranstaltungen in das Stadtzentrum von SHA legen werden oder ins vermeintlich ruhige Hinterland.
Die zweite gefloppte Redeveranstaltung in SHA für Udo Stein nach dem Besuch von Frauke Petry bezüglich des Landtagswahlkampfes im letzten Jahr ist somit perfekt.

Info:
Bezüglich des Bundestagswahlkampfes plant der örtliche Kreisverband der AfD nahezu wöchentlich Veranstaltungen im Landkreis SHA. Watch out for news!

SHA bleibt stabil!
Rechtspopulist*innen gepflegt in die braune Suppe spucken!

1

  1. https://www.youtube.com/watch?v=KHcnaMdp8ho&feature=youtu.be&t=2266 [zurück]

Den Wahlkampfauftakt der AfD SHA verhindern!

Wirres rechtes Flugblatt an mehrere hundert Haushalte in SHA verteilt

In der Nacht vom 22.05. auf den 23.05.2017 verteilten bisher unbekannte rechte Verschwörungstheoretiker*innen in SHA mehrere hundert Flugblätter an Haushalte in den Wohngebieten Teurershof/Breiteich.

Das Flugblatt stammt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus der Feder von Aktivist*innen von ,,Hohenlohe wacht auf“.
Anhand der Aufmachung und der Gestaltung des Flyers sind verdächtige Parallelen zu den Mobiflyern von ,,Hohenlohe wacht auf“ zu erkennen.
Ebenso sind die darin enthaltenen Verschwörungstheorien deckungsgleich mit denen der Protagonist*innen der selbsternannten Bürgerbewegung, die mittlerweile kaum mehr als 10 Kundgebungsteilnehmer*innen auf die Straße bringt.
Das mit zahlreichen Rechtschreibfehlern gespickte und mit Nazi-Jargon geschriebene ,,Aufklärungsschreiben“ sollte den Lesenden des Flugblatts die Augen öffnen – mit mäßigem Erfolg.
Zahlreiche Bürger*innen des Wohngebietes echauffierten sich nicht nur in den sozialen Netzwerken über das Pamphlet und warfen es – zerissen – in ihre Altpapiertonnen oder nutzten es als Grillanzünder.
Welche Intention die Verfasser*innen gehabt haben könnten – darüber kann nur gemutmaßt werden.
Vermutlich sahen sie es als willkommene Gelegenheit an, im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahlen ihre rassistische Stimmungsmache zu betreiben.
Dass sie dabei auf keinerlei Seriosität und eine selten dämliche Schreibweise gesetzt haben ist selbst uns neu.
Ebenso ist bezeichnend, dass auf dem beidseitig bedruckten Flyer auf der Rückseite ein völlig aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat des niederländischen SPE Politikers Frans Timmermans zu finden ist.
Dass sie dabei noch schlau genug waren, eine erfundene Adresse als Verantwortlichen im Sinne des Presserechts anzugeben, grenzt da schon fast an ein Wunder.
Trotz einiger Bedenken möchten wir euch das Flugblatt hier unter dem Artikel zur Schau stellen.

Weitere Gebiete die möglicherweise geflyert worden sind, sind uns bisher nicht bekannt.
Weitere Verteilaktionen können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Wir bitten alle Haller*innen erneute Verteilaktionen dieser, oder ähnlicher Flugblätter,per Mail zu melden.
Wir recherchieren bezüglich dieses Flugblatts und gehen einigen vielversprechenden Hinweisen nach von denen wir uns erhoffen, die Urheber*innen ausfindig zu machen.

Abschiebungen nach Afghanistan stoppen! Kundgebung in SHA am 31.05.2017

Morgen findet wieder eine Sammelabschiebung von afghanischen Flüchtlingen statt. In vielen deutschen Städten wird dagegen demonstriert!
Kommt zu den Protestkundgebungen und macht den verantwortlichen Politikern deutlich: Afghanistan ist nicht sicher! Die Menschen dürfen nicht in ein Kriegs- und Krisengebiet abgeschoben werden!

Lesenswert:
http://www.fr.de/politik/zurueck-in-den-krieg-abschiebungen-sind-nicht-vereinbar-mit-dem-grundgesetz-a-1286643

Den Tag der deutschen Zukunft in Karlsruhe verhindern! #noTddZ

[SHA] Angeklagter sieht sich im Königreich Württemberg

Entnommen der SWP vom 10.05.2017

Das Amtsgericht verurteilt in drei Prozessen Männer, die den Reichsbürgern nahestehen. Ein Unternehmer doziert Gedankengut der Gruppierung.

Das ist nicht alltäglich: Vier bewaffnete Justizbeamte sichern den großen Haller Gerichtssaal ab und kontrollieren jeden, der den Raum betreten will. Der Grund: Das Amtsgericht verhandelt Strafsachen gegen sogenannte Reichsbürger. Drei Verhandlungen stehen an. Die vier Bewacher werden bis zum Schluss bleiben, aber sie müssen nicht eingreifen. Die ganztägige Sitzung verläuft ruhig, sogar Zwischenrufe bleiben aus.

Hass-Spruch auf Motorrad

Fall eins: Ein 24-jähriger Maurer aus der Reichsbürger-Szene hat an seinem Motorrad ein Kennzeichen mit den Buchstaben A.C.A.B und der deutschen Reichsflagge angebracht. Das Motorrad hatte er im August 2016 vor dem Regionalmarkt in Wolpertshausen abgestellt. Dass die Buchstaben für den englischen Polizisten-Hass-Spruch „All cops are bastards“ (Alle Polizisten sind Bastarde) stehen, bestreitet er. Es seien die Anfangsbuchstaben der Namen „Alexander, Claus, Axel, Bob“ oder so ähnlich.

Den vorgeworfenen Kennzeichen-Missbrauch will er nicht akzeptieren. Er habe  lediglich ein Logo an seinem Motorrad angebracht. Als das Gericht anbietet, das Verfahren gegen eine Geldauflage von 600 Euro einzustellen, willigt er aber sofort ein. Er soll das Geld an den Haller Sonnenhof zahlen.

Erneut ohne Führerschein

Fall zwei: Ein 64-jähriger Unternehmer aus Wolpertshausen ist erneut am Steuer erwischt worden, obwohl ihm schon vor einem Jahr vom Haller Landratsamt die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Sein Punktekonto im Flensburger Fahreignungsregister war voll. Unter anderem war er als Porsche-Raser aufgefallen.

Business-Anzug, hellblaues Hemd, gestreifte Krawatte – der Geschäftsmann mit dem markanten Schnauzbart tritt seriös auf. Allerdings behauptet er, er sei nur das „lebende Organ“ einer erfundenen juristischen Person seines Namens. Er räumt ein, Deutscher zu sein, ergänzt aber: „Bundesstaatenangehöriger aus dem Königreich Württemberg.“ Anschließend liest er aus einem – dem Internet entnommenen – Aufsatz die Gründe dafür ab, warum das Grundgesetz seinen Geltungsbereich verloren habe. „Mittlerweile leben wir mitten im Rechtsbankrott.“ Im Streit mit dem Finanzamt habe man ihm den Betrag von eineinhalb Millionen „enteignet“.

18 Monate Fahrverbot

Als die Polizei ihn am 5. Oktober 2016 in einem firmeneigenen Smart kontrollierte, zeigte er eine „Fahrerlaubnis des deutschen Reichs“. Vor zweieinhalb Monaten ist er schon einmal vom Crailsheimer Amtsgericht wegen „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“ verurteilt worden.  Das Haller Amtsgericht entscheidet jetzt auf eine viermonatige Freiheitsstrafe mit Bewährung. Er soll als Auflage 8000 Euro an Ärzte ohne Grenzen zahlen und weitere 8000 Euro an den Weißen Ring. Einen neuen Führerschein kann er frühestens in 18 Monaten bekommen. Vorher erwartet ihn vermutlich eine MPU.

Zehn Waffen im Schrank

Fall drei: Der 51-jährige Angeklagte wird aus dem Haller Gefängnis vorgeführt. Er wurde wegen Fluchtgefahr inhaftiert. Das Leben des bisher unbescholtenen Industriekaufmanns geriet aus dem Ruder, als er vor mehr als zwei Jahren mit seinem Vellberger Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten kam.

Als er im Juli 2015 die eidesstattliche Versicherung abgeben musste, holte sich der Gerichtsvollzieher Verstärkung durch eine Zivilstreife der Polizei. Dabei wusste er gar nicht, dass der Mann als passionierter Jäger zehn Waffen in seinem Besitz hatte. Der Angeklagte hätte seine umfangreiche Jagdausrüstung dem Gerichtsvollzieher gegenüber angeben müssen, tat es aber nicht.

Der Staatsanwalt meint, die weiteren Anklagepunkte, nämlich Urkundenfälschung und falsche Verdächtigung, seien bedeutender. Der Angeklagte hat einen ehemaligen Geschäftspartner mit gefälschten Angaben in die Enge treiben wollen. Banken gegenüber hat er verbreitet, er habe eine Millionenforderung gegen das Unternehmen des Mannes. Am Ende bekommt er vom Haller Amtsgericht eine Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu 60 Euro, also 8400 Euro.

Inhaftierter kommt frei

Der wortgewandte 51-Jährige akzeptiert das Urteil. Sofort werden seine Fußfesseln abgenommen, er ist frei. Offen bleibt, ob er sich, wie er behauptet, aus der Reichsbürgerszene gelöst hat. Dem Gerichtsvollzieher hatte er seinerzeit noch einen keltisch-druidischen Ausweis vorgelegt. Vor Gericht rechtfertigt er den Ausweis damit, dass man ihn mit einem Organspende-Ausweis vergleichen könne. Auch für den Richter bleibt die politische Einstellung des Mannes fraglich: „Er hat sich distanziert, dass er ein Reichsbürger ist. Er ist aber so aufgetreten, als wenn er ein Reichsbürger wäre.“