Archiv für November 2017

Gemeinde Braunsbach bietet Prof. Dr. Jörg Meuthen bei Wintergesprächen Podium

Die Gemeinde Braunsbach hat im Rahmen ihres Redeveranstaltungsmarathon unter dem Titel: „Wintergespräche“ Prof. Dr. Jörg Meuthen, seines Zeichens Bundessprecher der AfD, eingeladen.
Die Veranstaltung ist für den 07.12.2017 im Schlosshotel Döttingen angesetzt. Beginnen soll die politische Talkrunde um 19:30 Uhr.
Es ist kein Zufall, dass das Schlosshotel Döttingen – bekannt für regelmäßig stattfindende rechte Veranstaltungen der AfD – als Veranstaltungsort dient.
Gleich mehrere AfD nahe Redner und Politiker waren zu Diskussionen dorthin eingeladen worden. Ebenso werden dort des öfteren Sitzungen des Kreisverbandes abgehalten.
Diverse Male gab es vor Ort Gegenproteste, doch der Geschäftsführer Josef Dumler scheint davon unbeeindruckt und hofiert die AfD-Veranstaltungen nach wie vor.
Es lag auf der Hand, dass der örtliche AfD-Kreisverband SHA-Hohenlohe auf die ländliche Gegend ausweicht.
Der städtische Raum wie beispielsweise die Stadt SHA scheint den Funktionären zu ungemütlich geworden zu sein.

Wir fordern den Geschäftsführer Dumler auf, diesen rechten Veranstaltungen in Zukunft keine Räumlichkeiten mehr bereitzustellen und Stellung zu beziehen!
Ebenso fordern wir die Gemeinde Braunsbach dazu auf, RechtspopulistInnen oder offen rechten PolitikerInnen kein Podium zu bieten!
Wir werden es uns nicht nehmen lassen, unseren Protest direkt vor Ort weiterhin auf die Straße zu tragen.
Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Urteil im Neuenstein-Prozess

Heute wurden die beiden Nazis Wolfgang K. und Steve D. für die Brandstiftung an der damals geplanten Flüchtlingsunterkunft in Neuenstein und für illegalen Waffenbesitz verurteilt. Wolfang K. erhielt 4 Jahre und 10 Monate Haft und Steve D. 4 Jahre und 7 Monate.

Wolfgang K. hatte in seinem Keller eine Vielzahl an Waffen und Munition gelagert, die zum Teil unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. Steve D. hatte einen Vorderlader mit Munition bei sich zuhause. Wolfgang K. profitierte von einer Kronzeugenregelung, da er von Beginn an umfassend aussagte.

Wolfgang K. war von Anfang an bei „Hohenlohe wacht auf“ als Ordner aktiv und Steve D. fungierte zeitweise als Anmelder derselbigen Versammlung. Mit etlichem indizierten Rechtsrock auf dem Handy, Hitler-Portraits an der Wand und diversen einschlägigen T-Shirts im Kleiderschrank kann man davon ausgehen, dass es sich bei den beiden nicht um radikalisierte „besorgte Bürger“, sondern um überzeugte Faschisten handelt.

Dass das Urteil ausgerechnet am 9. November, dem Tag der Reichspogromnacht verkündet wurde, sollte uns als Mahnung dienen.