Wahlkampfauftakt der AfD SHA floppt auf ganzer Linie

Zur Wahlkampfauftaktveranstaltung des AfD KV SHA-Hohenlohe verirrten sich lediglich ca. 50 Personen in den extra angemieteten Neubausaal in SHA.
Der eigens engagierte private AfD Sicherheitsdienst mitsamt Anti-
Antifa Fotograf
schirmte die Veranstaltung mithilfe von 16 eingesetzten Beamten der Polizei hermetisch ab.


Anti-Antifa Fotograf

Udo Stein hatte keine Kosten und Mühen gescheut, den reibungslosen Ablauf der Auftaktveranstaltung mit möglichst vielen Sicherheitsvorkehrungen zu sichern.
Dies hatte er großspurig einige Tage zuvor in einem offenen Brief an potentielle Zuhörer*innen publiziert. Stein versprach, Gäste bei der Zu-und Abreise ausreichend vor „der ANTIFA“ zu schützen, die in seinen Augen zu allem fähig sei.
Als Lotse der angekommenen Zuhörer*innen fungierte das örtliche AfD-Mitglied Andreas Setzer, welcher auf Höhe des Holzmarktes angespannt auf und ab lief und sichtlich nervös wirkte.

Andreas Setzer als Lotse

Die im geräumigen Veranstaltungsort verloren wirkenden Zuhörer, überwiegend männlich und im gesetzten Alter, bekamen nach einleitenden Worten des MdL Udo Stein zunächst den Bundestagskandidaten der AfD für den Landkreis SHA, Stefan Thien zu Ohren.


„Töricht-gutgläubiger Wutrentnertreff“

Aus dem Haller Tagblatt wird dieser wie folgt zitiert:
„Während des Vortrags sind keine Zwischenrufe erlaubt“, so kontert er auf kritische Nachfragen während seiner Rede. Die angesprochenen Damen verlassen später den Raum, begleitet von dem Ruf „Verpisst Euch“ aus dem Publikum.
Interessante Schlüsse sind die Spezialität des Politik-Neulings: So stellt er einen Zusammenhang her zwischen Angela Merkels „Wir schaffen das“ und den Ausschreitungen in Hamburg beim G20-Gipfel. Nichtregierungsorganisationen, die im Mittelmeer Flüchtlinge retten, nennt er „Schlepper-Organisationen“. Er wettert gegen Ausländer und Flüchtlinge. „Aber wir haben auch andere Themen“, sagt Thien, um bei jedem einzelnen Punkt wieder auf die Asyl-Problematik zu kommen.“

Thien, der in seiner Rede von dem Märchen der extremen Rechten in Deutschland schwadroniert und auch ansonsten mit dümmlichen Aussagen, Verharmlosungen und Vergleichen glänzt, passt in das Bild des örtlichen AfD Kreisverbandes wie die Faust aufs Auge.1

Im Anschluss an seine Rede kündigt Thien den „Stargast des abends“, die Spitzenkandidatin der AfD – Alice Weidel – an.
Jedoch bedurfte es viel Geduld seitens der anwesenden Zuhörer*innen.
Alice Weidel verspätete sich deutlich und traf mit über 2 Stunden Verspätung im Haller Neubausaal ein.

Im Haller Tagblatt wird sie wie folgt zitiert:
„Sie lobt US-Präsident Trump, ätzt gegen die Bundeskanzlerin, die Medien und die „Altparteien“. Sie werde der Islamophobie bezichtigt, vor allem von den „Mainstream-Medien“.
Den Beweis, dass dies nicht ganz von der Hand zu weisen ist, erbringt sie durch wiederholte, meist unter die Gürtellinie gehende Aussagen. Sie genießt dabei sichtlich die Rolle als Liebling derer, die ihr politisch folgen.“

Nachdem bei der Veranstaltung die Luft raus war, schien der Autoreifen Udo Steins dem gleichzutun.
Sein im Parkverbot stehender BMW (Gauland wäre stolz gewesen) mit dem Kennzeichen SHA-US-283 schien dem Druck nicht mehr standhalten zu können.
Auf Facebook postete Udo Stein ein Bild seines platten Reifens mit der Bemerkung: „Trotz gelungener Veranstaltung ein minimaler Verlust.“


Die Luft ist raus – Udo läuft nach Haus!

Breites Bündnis demonstriert gegen die AfD-Wahlkampfveranstaltung am Holzmarktes

Am Protest beteiligten sich Gewerkschaften, Parteien, antifaschistische Gruppen und Anti-Rassismus-Verbände aus der ganzen Region.
Ab 17 Uhr fanden sich über 150 Gegendemonstrant*innen ein.
Trotz der kurzfristigen Ankündigung seitens der AfD und dem damit verbundenen geringen Mobilisierungszeitraums ist die antifaschistische Kundgebung auf dem Holzmarkt und die anschließenden kreativen Proteste um den Neubausaal herum als großer Erfolg zu werten.
SHA hat wieder einmal gezeigt, dass die Stadt kein gutes Pflaster für Rechtspopulist*innen und Neonazis ist.
Wer in SHA rechte Veranstaltungen anmeldet, kann mit einem breiten Gegenprotest rechnen.
Der AfD Kreisverband wird sich in Zukunft mehrmals überlegen müssen, ob sie Veranstaltungen in das Stadtzentrum von SHA legen werden oder ins vermeintlich ruhige Hinterland.
Die zweite gefloppte Redeveranstaltung in SHA für Udo Stein nach dem Besuch von Frauke Petry bezüglich des Landtagswahlkampfes im letzten Jahr ist somit perfekt.

Info:
Bezüglich des Bundestagswahlkampfes plant der örtliche Kreisverband der AfD nahezu wöchentlich Veranstaltungen im Landkreis SHA. Watch out for news!

SHA bleibt stabil!
Rechtspopulist*innen gepflegt in die braune Suppe spucken!

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  1. https://www.youtube.com/watch?v=KHcnaMdp8ho&feature=youtu.be&t=2266 [zurück]


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