Wenn Faschos der Durchblick fehlt

Jeden Abend schaut der deutsche Michel fern. Von Harald Schmidt bis zur Heute Show, Comedy ist ein beliebtes Genre. Doch viel bessere Unterhaltung bietet die alltägliche Realsatire unserer Neonazis. So neulich in Göppingen…

Für den vergangenen Samstag kündigte die Antifaschistische Gruppe Göppingen eine Kundgebung ab 12 Uhr auf dem Schillerplatz an. Wie üblich hatte man sich nach hinten hinaus einen zeitlichen Puffer gelassen und die Kundgebung bis 16 Uhr angemeldet, eine Tatsache, die einer Gruppe Nazis zum Verhängnis wurde. Man muss sich an dieser Stelle den typischen Nationalsozialisten unserer Zeit vorstellen. Dank mangelhaftem Durchhaltevermögen ist er das frühe Aufstehen nicht gewohnt und wenn dann am Wochenende noch das Ausschlafen dazu kommt, so kann es schon einmal später werden. Undenkbar ist es da, eine Antifaschistische Kundgebung, die schon um 12 Uhr beginnt von Anfang an zu stören. Ist auch nicht weiter notwendig, denn die netten Antifaschisten lassen sich ja Zeit mit ihrer Kundgebung, die bis 16 Uhr angemeldet ist, denkt sich da der nationale Aktivist. Blöd nur, wenn sich an jenem Tage auch noch die netten Kameraden von der JN gedacht haben, sie müssten einen Aktionstag machen, sodass die Antifa-Kundgebung zu Gunsten der Gegenproteste knapp 2 Stunden nach Beginn gegen 14 Uhr endete.

Und so geschah das Unvermeidliche, im Gegensatz zur normalen Bevölkerung, welche aufgrund es Marktes auf dem Schillerplatz reichlich zugegen war, bekamen die Kameraden von den Autonomen Nationalisten Göppingen nichts mehr von der Kundgebung mit und suchten verzweifelt die Göppinger Innenstadt ab. Anstelle der Erkenntnis ihres eigenen Versagens folgte dann diese Veröffentlichung:

Antifa-Kundgebung in Göppingen? Wir waren da, nur nicht die Antifa!

Am vergangenen Sonnabend, 23.03. kündigte sich die linke Antifa großkotzig für eine Kundgebung in Göppingen an, welche unter dem vollmundigen Motto “Entschieden handeln: Faschismus entgegentreten” stehen sollte. Damit wollten die volksfeindlichen Gestalten der von auswärts herbeigerufenen Antifa gegen einen angeblichen Angriff auf eine Bündnisveranstaltung demonstrieren. Dieser Angriff fand so jedoch nie statt, wird aber bewusst hochgespielt und aufgebauscht.
Wir rechneten aufgrund der linken Mobilisierung in der Region Stuttgart, im Ostalbkreis etc. mit einer größeren Anzahl herbeigekarrter Antifas auf der Kundgebung, welche von 12 bis 16 Uhr auf dem Schillerplatz in Göppingen angemeldet worden war.
Daher begab sich am Sonnabend um die Mittagszeit eine größere Gruppe nationaler Aktivisten in die Göppinger Innenstadt und wollte der Antifa-Kundgebung einen Besuch abstatten. Der Kundgebungsplatz jedoch war wie verwaist, weit und breit konnten wir von den politisch verwirrten Spinnern nichts sehen.
Lediglich die Göppinger Bereitschaftspolizei war mit einigen Fahrzeugen und einer größeren Einsatztruppe ganztägig in der Innenstadt präsent, offenbar sollten diese die angemeldete Kundgebung der linken Antifa schützen, da man verständlicherweise damit rechnete, dass diese verlogene Veranstaltung nicht ungestört verlaufen würde.
Die Gruppe nationaler Aktivisten die mit gut 20 Mann vor Ort war, durchstreifte die Göppinger Innenstadt, doch von Antifa und dergleichen keine Spur, wir entschieden uns deshalb, um 17 Uhr unseren Stadtrundgang zu beenden und waren uns einmal mehr einig: In Göppingen ist kein Platz für volksfeindliche Antifaschisten!

Wie unschwer auf dem Bild zu erkennen ist, ist der Platz inzwischen verwaist, von einem Markt keine Spur. Welche Uhrzeit in faschistischen Kreisen als “Mittagszeit” verstanden wird, bleibt bisweilen fraglich. Forscher werden sich mit dieser Sache noch auseinanderzusetzen haben. An dieser Stelle sei ein passendes Zitat von Wladimir I. Lenin erlaubt: „Schlimmer als blind sein, ist nicht sehen wollen.“

Zu guter Letzt bleibt noch zu erwähnen, dass dies nicht die einzige Blamage des letzten Wochenendes war. Die Kameraden von der frisch gegründeten JN-Stuttgart zogen es vor, ihren im Großraum Stuttgart angekündigten Aktionstag doch lieber etwas weiter entfernt vom Stuttgarter Widerstand in Heilbronn, Neckarsulm, Sinsheim und Speyer abzuhalten.