Nazi-Brandanschläge in Baden Württemberg

Gut recherchierte Chronik der Nazi-Brandanschläge in Baden Württemberg in den letzten Jahren, verfasst von der Autonomen Antifa Freiburg.
Ist die Polizei auf dem rechten Auge blind?!? Der folgende Beitrag spricht für sich.

Am 17.10.2003 verübten fünf Nazis einen Brandanschlag auf das Haus des türkischen Kultur- und Jugend-Vereins in Murrhardt, 15 km von Backnang entfernt. Am 15.10.2005 gab es einen Nazibrandanschlag auf auf das Haus einer Flüchtlingsfamilie in Unterweissach, 5 km von Backnang entfernt. Am 06.11.2005 wurde das Flüchtlingsheim in Unterweissach angezündet und anschließend von der Stadt geräumt. Am 30.03.2008 gab es einen Nazibrandanschlag in Backnang auf ein mehrheitlich von TürkInnen bewohntes Haus. Die Bullen erklärten, dass die Täter keine Nazis gewesen sein könnten, da diese die Hakenkreuze nicht verkehrt herum auf die Hauswand gesprüht hätten. Am 19.05.2009 wurde das Haus eines türkischen Einwanders in Backnang angezündet. Die Bullen schlossen einen Nazibrandanschlag bereits am Folgetag aus. Am 10.04.2011 verfolgten 20 Nazis in Winterbach, 25 km von Backnang entfernt, drei Italiener und fünf Türken und versuchten fünf ihrer Opfer in einer Gartenhütte zu verbrennen. In der Nacht auf den 25.08.2012 — genau 20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen — brannte ein Flüchtlingsheim in Stuttgart, 36 km von Backnang entfernt. Am 10.03.2013 starb die Mutter und sieben Kinder einer türkischen Großfamilie bei einem Brand in Backnang.

So geht das nicht weiter. Auch Nazis im Rems-Murr-Kreis haben Namen und Adressen!

Brandstiftungen in Mannheim

Auch in Mannheim kam es vor wenigen Tagen zu zwei Brandstiftungen. In der Nacht auf den 12. März wurden fast zeitgleich zwei nebeneinander liegende türkische Imbisse angezündet, eine Person wurde leicht verletzt. Bereits vor fünf Jahren, am 3. Februar 2008, war ein Wohnhaus im benachbarten Ludwigshafen niedergebrannt worden, dabei wurden neun Menschen getötet. In unmittelbarer Nähe befand sich damals die Nazi-WG von Matthias Herrmann. Auch Malte Redeker, Europachef der Hammerskins, soll von den Bullen als Verdächtiger geführt werden.

Anschlag auch in Pforzheim

Nicht nur in Backnang und Mannheim brannte es in den letzten Wochen. Auch in Pforzheim wurde in der Nacht auf den 1. März ein von Einwanderern betriebenes Geschäft niedergebrannt. Mehrere mit Benzin gefüllte Reifen waren vor dem Friseursalon angezündet worden, hier schließen noch nicht einmal die Bullen rassistische Brandstiftung aus. Der Friseursalon liegt in einem fast nur von Einwanderern bewohnten Haus, zudem grenzt es direkt an das neue autonome Zentrum Alte Fabrik an. Kurz zuvor war der jährlich Naziaufmarsch in Pforzheim verhindert und in der folgenden Nacht das Equipment einer Naziparty zerstört worden.