Stellungnahme zur versuchten gefährlichen Körperverletzung in Göppingen:

Am 06.10.12 wurde um ca. 15.50 Uhr ein Gegendemonstrant der Neonazidemo in Göppingen von einem Wagen der Zivilpolizei „bewusst“ angefahren.
Der Vorfall ereignete sich in der Friedrichstrasse, Richtung Einmündung Marktstrasse.
Ein Wagen der Zivilpolizei fuhr von hinten auf unseren Genossen zu und erfasste ihn an den Beinen.
Er wurde dadurch ein kurzes Stück nach vorne geschoben und durch die plötzliche, starke Beschleunigung des Polizeiwagens auf die Motorhaube geschleudert.
Der Zivilpolizist raste nun die Friedrichstrasse hinunter, und versuchte mit ruckartigen Lenkbewegungen den sich auf der Motorhaube befindenden Genossen herunter zu schleudern.
Als der Polizeiwagen nach ca. 50 Metern stark bremste, rutschte der Genosse auf die Strasse.
Daraufhin beschleunigte der Wagen erneut und entfernte sich einige Meter vom Tatort.
Verkehrsbedingt musste der Wagen anhalten.
Der Fahrer verließ seinen Wagen und sah sich mit mehreren aufgebrachten Zeugen konfrontiert.
Anstatt sich um die angefahrene Person zu kümmern, zog er seinen Teleskopschlagstock und versuchte damit die Zeugen einzuschüchtern.
Anfangs verweigerte er die Herausgabe von Name und Dienstnummer.
Diese gab er erst auf Anraten seiner Kollegen heraus.

Wir, die AASHA, traten mit dem angefahrenen Genossen in Kontakt.
Zur genauen Rekonstruktion des Hergangs werden Zeugen gebeten, sich an die AASHA zu wenden.
Die betroffene Person befindet sich im Kontakt mit der Roten Hilfe und erstattet zusammen mit einem Anwalt die Anzeige gegen den Beamten welcher das Fahrzeug lenkte.
Des weiteren wird in Erwägung gezogen, das Rote Kreuz, sowie die weiteren anwesenden Beamten, welche sich ebenfalls nicht um die angefahrene Person kümmerten, wegen unterlassener Hilfeleistung zu belangen.

Informationen (zum Tathergang, Videos, Bilder, Gedächtnisprotokolle), Ratschläge und andere Hilfeleistungen werden dankend unter aasha@riseup.net angenommen.