Archiv für Juli 2012

30.07 Stuttgart: NPD Flaggschiff versenken

Kein Platz für Nazis in Stuttgart!
Verhindern wir die NPD-Kundgebung am kommenden Montag!

Seit einigen Wochen versucht die faschistische NPD mit einem
Propaganda-Trupp im Kleinlaster in zahlreichen Städten im gesamten
Bundesgebiet Kundgebungen abzuhalten.
Die NPD-Nazis wollen mit dieser selbsternannten „Deutschlandtour“ ihr
menschenverachtendes Gedankengut, als politisches Event verpackt, in die Öffentlichkeit schleudern.
Am Montag, den 30. Juli planen sie auch einen Halt in Stuttgart –
Dagegen werden wir uns wehren!
Es wäre ein weiterer Schlag ins Gesicht der zahllosen Opfer
faschistischer Gewalt, den Auftritt der rechten Hetzer widerspruchslos
geschehen zu lassen. Gemeinsam mit allen engagierten NazigegnerInnen
wollen wir dem braunen Treiben daher einen vielseitigen und kreativen
Widerstand entgegenbringen. In zahlreichen anderen Städten scheiterte
die NPD mit ihren Kundgebungsversuchen kläglich – Hunderte bunt
gemischte GegendemonstrantInnen übertönten, verzögerten und blockierten die faschistischen Veranstaltungen in Wolfsburg, Lüneburg, Kiel oder in Bielefeld!
Knüpfen wir auch in Stuttgart daran an!
Gemeinsam und konsequent für ein solidarisches Miteinander!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Kommt zur antifaschistischen Kundgebung!
Montag, 30. Juli, 10:00 Uhr auf dem Schlossplatz
Ab 11:00 Uhr – Proteste gegen NPD-Kundgebung (genauer Ort noch unbekannt)

Bericht der AASHA zur Nazikundgebung in Künzelsau am 07.07.2012

Am 07.07.2012 führte die NPD eine konspirativ organisierte Kundgebung unter dem Motto:,,Unser Volk zuerst“ in der Innenstadt von Künzelsau im Kreis Hohenlohe durch.

Die angemeldete Kundgebung wurde von den Nazis nur intern beworben und wurde deshalb erst sehr kurzfristig (freitags) bekannt.

Die Stadt hat den Naziaufmarsch geheimgehalten.
Somit wurde erst in der Nacht zum Samstag eine Gegendemonstration organisiert.
Umso erfreulicher ist es, dass sich samstags gegen 12 Uhr rund 100 NazigegnerInnen an der Ecke Komburgstraße/Hauptstraße einfanden um gegen diese Kundgebung der NPD zu demonstrieren.
Der Großteil der Gegendemonstranten positionierte sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Gegen 13 Uhr näherte sich ein Zug von ca. 40 NPD-Anhängern aus Richtung Komburgstraße.
Spontan belegten ziemlich unauffällig, geradezu beiläufig, einige NazigegnerInnen einen Teil des „Kundgebungsgeländes“, sodass die Nazis in den Schatten abgedrängt wurden und Polizei sich dazwischenstellen musste.
Das war sehr gut und sehr geschickt gemacht.
Die Nazi-Agitatoren konnten den Platz nicht halten und zogen nach nicht mal einer Stunde von dannen.
Da die ,,Ordnungskräfte“ personell nur sehr schwach besetzt waren und in den meisten Situationen maßlos überfordert schienen, ist der Umstand zu bedauern, dass sich nicht noch mehr AntifaschistInnen eingefunden hatten. Somit blieb es bei Wortgefechten.
Mit Parolen, Megaphondurchsagen und anderer Lärmproduktion schafften es die NazigegnerInnen, die Reden der Nazis deutlich zu übertönen, sodass die Künzelsauer Bevölkerung vom Inhalt der Redebeiträge nichts mit bekam.
Anmelder der NPD- Kundgebung war der stellvertretende NPD- Landesvorsitzende Alexander Neidlein aus Crailsheim.
Neben diesem traten der NPD- Aktivist Benjamin Hennes aus Konstanz und der Kreisvorsitzende des NPD- Kreisverbandes Rhein Neckar, Jan Jaeschke , als Redner auf.
Die auswärtigen Autokennzeichen der angereisten Nazis verdeutlichen nochmals, dass so gut wie keiner der NPD-Kundgebungsteilnehmer aus dem Raum Hohenlohe/SHA stammt, sondern ein Großteil aus den Landkreisen Rems-Murr und Rhein Neckar/Kraichgau angereist war.
Da die NPD/ JN Heilbronn/Hohenlohe seit Beginn des Jahres bereits mehrere Aktionen in Künzelsau und der Region Hohenlohe durchgeführt hat, ist mit weiteren Auftritten der Faschisten dort zu rechnen!

Haltet die Augen offen, bildet Banden, bekämpft örtliche Nazistrukturen. Für einen offensiven Antifaschismus.
Kein Fußbreit den Faschisten in Künzelsau oder anderswo!

Bild
Bild 2
Ankunft der Nazis

Bild 3
Gruppenfoto

Bild 4
Redner Benjamin Hennes

Bild 5
Gruppenfoto 2

Bild 6
Die 2 Spaßvögel

Bild 7
Abreise der Nazis

Von Jusos und anderen Nationalisten

Stellungsnahme der autonomen Antifa Schwäbisch Hall zu den Vorfällen während des Jusokonzerts am 09.06.12 im Club Alpha 60:

Währen der Veranstaltung fiel ein Bandmitglied, einer der von den Jusos geladenen Bands, durch das offene Tragen von nationaler Symbolik auf. Da nationale Symbolik stets eine Reproduktion nationaler Verhältnisse ist und somit Ausgrenzung, Vorherrschaft und Überlegenheit reproduziert lehnen wir diese ab.
Ebenso wie wir lehnten dies auch diverse Besucher des als Antifasoli gekennzeichneten Konzertes ab. Diese Besucher ergriffen beherzt die Initiative und wiesen die Träger der Nationalsymbolik auf ihr Fehlverhalten hin. Durch die Uneinsichtigkeit mehrerer anderer anwesenden Personen entstand so ein kleiner Konflikt.
Dieser zeigt uns wie notwendig eine Kritik an nationaler Symbolik bei, auch vermeintlich linken, Veranstaltungen ist.
Dieser Konflikt endete damit, dass die Person welche den Nationalismus reproduzierte, auf unhöfliche Weise, ihrer nationalen Symbolik beraubt wurde.
Auch wenn wir flegelhaftes Verhalten nicht gutheißen, so sind wir doch der Meinung, dass jeglicher Nationalismus in linken Gefilden nichts zu suchen hat und im Notfall auf allen Ebenen mit allen Mittel unterbunden werden muss.
Aus diesem Grund bleibt uns als AASHA nichts weiter zu tun als zu sagen: „Weiter so, gegen das reproduzieren von Nationalismus, dem herrschenden System und seiner Parteien.
„Es gilt, die deutsche Bestie zu besiegen. Sie zu erwürgen und nie wieder erstarken zu lassen.“
Sollte uns diese Bestie in Form der Jusos begegnen so können wir ihr nur entgegen schreiten.
Staat, Nation Kapital, Jusos, Scheisse!