[SHA] Impressionen aus SHA

Spritzbetonwand 1

 Spritzbetonwand 2

#denRechtendieZornesröteinsGesichttreiben
#Aushängeschild

[CR/SHA] Polizisten angegriffen: Reichsbürger erhält Freiheitsstrafe

Quelle: https://www.swp.de/suedwesten/staedte/crailsheim/crailsheim-justiz-amtsgericht-reichsbuerger-31274130.html

Weil er Polizisten angegriffen, verletzt und beleidigt hat, verurteilt das Amtsgericht Crailsheim einen Reichsbürger zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe – die fällt ohne Bewährung aus.
Am 11. Januar 2018 gegen 11 Uhr klingeln vier Polizisten bei S. an der Wohnungstür, um einen Vorführungsbefehl der Staatsanwaltschaft Heilbronn zu vollstrecken, aber niemand macht auf. Warum zu viert? Man sei halt auf Nummer sicher gegangen, sagt ein Beamter am Dienstag vergangener Woche vor dem Amtsgericht Crailsheim aus, „da bekannt war, wie die Anschauung von Herrn S. war“.
Die Beamten ziehen unverrichteter Dinge wieder von dannen. Eine Dreiviertelstunde später ruft S. beim Polizeirevier Crailsheim an und teilt mit, dass er jetzt zu Hause sei. Diesmal klingeln nur zwei Polizisten, sie wollen da sein, solange er noch da ist. In der Wohnung entwickelt sich eine Diskussion, dann wird es „relativ schnell laut“. Es geht ums Geld. S. muss von 1844,50 Euro aus dem Vollstreckungsverfahren noch 1764,50 Euro zahlen, doch er weigert sich. Später entrichtet dessen Tochter einen Großteil davon.

Sohn filmt Auseinandersetzung mit den Polizisten mit dem Handy
Neben der Tochter befindet sich auch der Sohn in der Wohnung. Er filmt die Auseinandersetzung mit dem Handy. Daraufhin kommt es zum Handgemenge und zu erheblichen Widerstandshandlungen. Die Polizisten fordern Verstärkung an. Es gibt wohl Schläge und Tritte, gespuckt wird auch, aber es wird niemand ernsthaft verletzt. „Wenn ein Vater seinen Sohn nicht schützt“, sagt S., „was dann.“ Schließlich werden ihm Handschließen angelegt.
Es bleibt nicht beim körperlichen Angriff, S. teilt verbal aus. Die Beamten berichten noch auf dem Weg ins Revier von Beleidigungen wie Nazipack, Bullenschweine, Staatsschlampe, Marionetten der Deutschland GmbH, Huren des Systems. Einem wünscht S., dass alle seine Kinder an Krebs sterben, einer gibt er mit auf den Weg, dass sie, so oft es ginge, vergewaltigt werde.
S. ist 58 Jahre alt, Rentner, wohnt im Raum Crailsheim und gehört zur Reichsbürgerszene. Auf die Frage von Richterin Uta Herrmann, ob er deutscher Staatsangehöriger sei, antwortet er entschieden: nein. Was er dann sei? Seine Antwort: „Ich würde sagen: unbekannt.“
Der Auszug aus dem Bundeszentralregister zeigt, dass S. einschlägig vorbestraft ist: Steuerhinterziehung, Betrug, Hausfriedensbruch, Beleidigung, versuchte Nötigung, Beleidigung und noch mal Beleidigung. Von 2013 bis 2018 beschäftigten sich sechs Amtsgerichte (ohne das in Crailsheim) mit ihm.
Oberamtsanwältin Andrea Koller sieht im neuen Fall eine „aggressive Grundstimmung von Anfang an“, der Angriff sei grundlos erfolgt. Für sie steht fest, dass es zwei Schläge gab und einen Tritt. Koller findet, dass S. „Polizeibeamte ganz bewusst erwartet“ habe. Damit nimmt sie wohl Bezug auf die Aussage eines Polizisten, der das Gefühl äußerte, „in eine Falle gelockt“ worden zu sein. Koller plädiert für eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung, weil S. bisher die „Obrigkeit nicht anerkannt“ habe, die Sozialprognose ungünstig sei und die Rechtsordnung verteidigt werden müsse.
Arne Grußendorf, Anwalt des Nebenklägers aus Schwäbisch Hall, betont, dass es für seinen Mandanten fast das Schlimmste gewesen sei, angespuckt zu werden. „Eine größere Herabsetzung kann es nicht geben.“
Pflichtverteidiger Günter Hofmann aus Crailsheim „wusste nicht, was auf mich zukommt“. Von wegen Reichsbürger. Dafür sei die Verhandlung doch „ordentlich gelaufen“. Er sieht „sicherlich eine Vielzahl von Beleidigungen“, aber „nicht so einen Angriff wie in den Akten“ und plädiert für eine weitere Bewährungsstrafe.
Das letzte Wort hat der Angeklagte: „Es ist eskaliert“, sagt er. „Es wurden von mir Dinge gesagt, die auch heute nicht richtig sind. Ich hätte es nicht tun dürfen. Fürs Anspucken möchte ich mich entschuldigen.“
Richterin denkt nicht, dass sich der Reichsbürger von der Szene lossagen wird
Dann das Urteil, gegen das Hofmann Berufung ankündigte: zehn Monate Freiheitsstrafe wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung – ohne Bewährung. „Sie haben das Ganze zur Eskalation gebracht“, sagt Richterin Herrmann. Sie ist überzeugt, dass „ein rechter Kampf“ stattgefunden und es einen massiven Tritt in den Bauch gegeben habe. Und: „Dieses Spucken hatten Sie nicht im Griff. Das ist so was von oberekelhaft.“
S. habe sich zwar „teilgeständig“ gezeigt, aber er sei auch „bewährungsbrüchig“ geworden und „mit den bisherigen Strafen nicht zu erreichen“ gewesen. „Sie haben heute gezeigt, dass Sie durchaus anders können“, sagt Herrmann. Aber: „Ich habe nicht den Eindruck, dass Sie sich lossagen. Sie lehnen den Staat ab, Sie lehnen die Regelungen ab. Das ist hier keine Satireveranstaltung.“

Zwei Beschuldigte erscheinen nicht und werden im September vorgeführt
Angeklagt war in der vergangenen Woche vor dem Amtsgericht Crailsheim auch ein Pärchen aus dem Altkreis Crailsheim. Die Frau und der Mann hätten sich wegen Urkundenfälschung verantworten müssen, erschienen aber trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht. Sie sollen der Polizei Ausweisdokumente vorgelegt haben, die aus reichsdeutschen Kreisen stammen. Ob sie der Reichsbürgerszene angehören, ist unklar. „Ich bin kein Reichs-
bürger, sondern württembergischer Staatsangehöriger“, sagte der Mann im Februar 2018 vor dem Amtsgericht Langenburg. Damals wurde er wegen Volksverhetzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit liegt bei drei Jahren. Damals ließ er sich von keinem Anwalt vertreten, diesmal gibt es einen Pflichtverteidiger. Weil die Beschuldigten fehlten, ordnete Richterin Uta Herrmann einen Vorführungsbefehl an, um deren Erscheinen zu erzwingen. Ein neuer Termin für die Hauptverhandlung steht auch schon fest: Donnerstag, 12. September, 8.30 Uhr.

[RMK] Rechte Drohungen in Sulzbach/Murr

Quelle:
http://www.beobachternews.de/2019/04/22/rechte-drohungen-in-sulzbach/?fbclid=IwAR0naoX8HcXbt2nCcZzYNhxM250rUgVdugBRlHnY59wlJXffGmkPdNgjuHw

In der Unterführung am Bahnhof der kaum mehr als 5400 EinwohnerInnen zählenden Gemeinde Sulzbach an der Murr zwischen Welzheim und Backnang wurden am Montagvormittag, 15. April, rechte Farbschmierereien entdeckt. Neben politischen Parolen, die sich unter anderem gegen Geflüchtete richteten, wurden Namen und zum Teil auch Adressen bekannter links orientierter Personen mit roter und schwarzer Farbe untereinander wie auf einem Stimmzettel auf die Betonwand gesprüht. Betroffen ist auch Alfred Denzinger, der Chefredakteur und Herausgeber der Beobachter News.

Auf Alfreds Denzingers Haus wurden bereits viermal schwere Farbanschläge verübt. Auch sein Wagen war mehrfach Ziel vermutlich rechtsgerichteter Täter, ebenso ein nahegelegenes Trafohäuschen. Sie beschmierten nicht nur das Fahrzeug des Journalisten, sondern zerstachen auch die Reifen. Die Polizei hat die Anschläge bisher nicht aufgeklärt (siehe hierzu „Wieder Farbanschlag auf BN-Herausgeber„).
„Zecken haben Namen und Adressen“, steht in der Sulzbacher Bahnhofsunterführung – was Denzinger als eindeutige Bedrohung versteht. Neben seinem Namen ist auch der von Reinhard Muth aus Althütte aufgeführt, Ansprechpartner der Partei „Die Linke“, Ortsverband Backnang und Umgebung.

Bahn-AG will Schmierereien beseitigen

Der Sulzbacher Hauptamtsleiter Michael Heinrich sprach gegenüber der „Backnanger Zeitung“ von einer „neuen Dimension, die wirklich ganz furchtbar ist“. Die Schmierereien beschränkten sich jetzt nicht mehr nur auf politische Parolen, sondern die unbekannten Täter schreckten auch vor der Auflistung von Namen nicht zurück. Die Gemeinde habe jedoch „keine Kenntnisse über eine Entwicklung in Richtung des rechten Milieus hier in Sulzbach“. Auch auf die in Bahnhofsnähe untergebrachten Flüchtlinge habe es noch nie Übergriffe gegeben.

Die Deutsche Bahn AG, Eigentümerin der Unterführung, will die Schmierereien Heinrich zufolge so schnell wie möglich beseitigen. Man habe der Gemeinde aber mitgeteilt, dass man derzeit total überlastet sei, da Schmierereien dieser Art landauf, landab ein Problem darstellten und man nicht wisse, wo man anfangen solle mit der Beseitigung.

Deutlicher Überhang rechter Delikte

Nach der Kriminalstatistik des Jahres 2018 lag der Schwerpunkt der politisch motivierten Kriminalität eindeutig rechts. Von 219 Straftaten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums (PP) Aalen entfielen 165 auf das rechte Spektrum. Mit 129 Fällen handelte es sich dabei hauptsächlich um Propaganda und Sachbeschädigung. Die Aufklärungsquote habe bei lediglich 34,3 Prozent der Fälle gelegen, hieß es, als die Kriminalitätsstatistik präsentiert wurde.

2017, also im Vorjahr, seien 197 von insgesamt 277 politisch motivierten Straftaten auf den Bereich „rechts“ entfallen. Die Zahl der dem linken Spektrum zugeordneten Delikte blieb ungefähr gleich. 2018 verzeichnete die Polizei 25 Fälle gegenüber 26 im Jahr 2017. Die übrigen Straftaten seien entweder nicht zuzuordnen gewesen, oder sie entfielen auf den Bereich religiöse und ausländische Ideologie.

Rems-Murr-Kreis auf einem Spitzenplatz

Wie die „Backnanger Zeitung“ berichtet, belegt unter den drei zum Polizeipräsidium Aalen gehörenden Landkreisen der Rems-Murr-Kreis bei der politisch motivierten Kriminalität den Spitzenlatz: 139 der 219 Delikte seien hier begangen worden, im Ostalbkreis 52 und im Kreis Schwäbisch Hall 28. Auch im Rems-Murr-Kreis hätten die Fälle im rechten Spektrum deutlich dominiert. Auf diesen Bereich seien 102 Straftaten entfallen. 21 ordnete die Polizei dem linken Spektrum zu.

[KÜN] AfD macht auf Arbeitskampf

Johannes Daniel Hurlebaus, Schatzmeister des AfD-Kreisverbands Ortenau und Aktivist der Nazigewerkschaft „Zentrum Automobil“, hat versucht bei der Adolf Würth GmbH & Co KG in Künzelsau, dem Kernunternehmen der Würth-Gruppe mit rund 7.500 Beschäftigten, einen Betriebsrat zu gründen. Hurlebaus war bei Würth als Key-Account-Manager beschäftigt und wurde wegen eines „groben datenschutzrechtlichen Verstoßes“ fristlos gekündigt, da er Werbemails für die Betriebsratsinitiative mit Videotrackinglinks verschickt hatte. Sein Dienstwagen wurde abgeschleppt, wogegen er erfolglos versucht hat Anzeige zu erstatten, über die Rechtmäßigkeit der Kündigung wird ein Arbeitsgericht entscheiden. Hurlebaus wohnt in 77652 Offenburg. Er war Jugendgemeinderat in Offenburg und Mitglied der Junion Union und hatte sich 2016 für einen Platz auf der AfD-Wahlliste für die Landtagswahl 2016 beworben.

[CR] Haftbefehl gegen Reichsbürger-Jesus

Quelle: https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk-schwaebisch-hall/haftbefehl-gegen-reichsbuerger-jesus-30177526.html [01.03.2019]

Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte hätten sich drei Personen vor dem Amtsgericht Crailsheim verantworten sollen. Aber sie erscheinen nicht zur Verhandlung – das hat Konsequenzen.

Die mobile Sicherheitsgruppe, die die Besucher am Eingang des Amtsgerichtes Crailsheim so kontrolliert, wie es beim Einchecken in Flughäfen üblich ist, lässt am Mittwoch erahnen, dass es sich um keine normale Verhandlung handelt. Die Gruppe wird immer dann zur Unterstützung gerufen, wenn es gefährlich werden könnte.

Drinnen, im Sitzungssaal 2160, müssen sich drei Personen aus dem Raum Crailsheim wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Dabei handelt es sich um einen Mann, der der Reichsbürgerszene zugeordnet wird, und vermutlich um zwei seiner Kinder, sie tragen jedenfalls denselben Nachnamen. Alle wurden ordnungsgemäß zur Hauptverhandlung geladen, das belegen die Postzustellungsurkunden aus dem vergangenen November.

Doch die Anklagebank bleibt leer. „Keiner der Angeklagten erschienen“, stellt Richterin Uta Herrmann am Montag gegen 8.30 Uhr fest. Auch beim zweiten Aufruf („In der Sache S. bitte in den Sitzungssaal!“) zehn Minuten später tut sich: nichts. „Wie machen wir weiter?“, fragt Herrmann in die Runde.

Eine Antwort sieht so aus: Die beiden Kinder, die „strafrechtlich nicht so in Erscheinung getreten“ sind, werden zu einer Geldstrafe von 180 beziehungsweise 60 Tagessätzen à 15 Euro verdonnert. Zudem wird ein Handy als Tatmittel eingezogen, mit dem wurde wohl die Auseinandersetzung oder zumindest ein Teil davon gefilmt.

Und bei dem Mann? „Bei ihm sieht die Sache etwas anders aus“, sagt Herrmann, „er steht unter Bewährung.“ Die Richterin ordnet an, dass der Angeklagte vorgeführt wird, dabei sei „Widerstand zu vermeiden“.

Nach einer halben Stunde meldet eine Polizeistreife vor Ort dem Gericht zurück, dass sie Kontakt mit dem Angeklagten aufgenommen habe. Die Beamten kommunizieren mit ihm durchs Fenster, die Haustür will er nicht öffnen – und er will auch nicht mitkommen. Daraufhin erlässt die Richterin Haftbefehl. So ist zumindest sichergestellt, dass der Angeklagte demnächst vorgeführt werden kann. „Wir werden einen neuen Termin brauchen“, sagt Herrmann.

Der Angeklagte taucht am Montag zwar nicht persönlich vor Gericht auf, aber er lässt vor der Verhandlung mit einem Schreiben von sich hören. Dies sei ­„Unsinn“ und „relativ schwierig zu lesen“ gewesen, betont die Richterin, „wie alle diese Schriftsätze“.

Herrmann lässt das fünfseitige Schreiben kopieren und übergibt es dem Nebenkläger und dessen Anwalt sowie dem Verteidiger. Auf der einen Seite wird es zur Kenntnis genommen, auf der ­anderen Seite sorgt es für Kopfschütteln und den ein oder anderen Lacher. Was genau drinsteht, erfährt der Besucher im Sitzungssaal jedoch nicht, es fallen lediglich Stichworte: Gold, Edelmetalle, Jesus.

Wer damit und den Namen der drei Personen auf einschlägigen Seiten im Internet sucht, stößt auf ein Dokument, das in etwa einen Eindruck vermittelt, um was es gehen könnte. Darin gibt sich der Angeklagte den Beinamen „Jesus von“, seine Kinder tauchen ebenfalls auf, neben vielen anderen.

Zu der Gruppe gehören insgesamt „ca. 40 natürliche Personen, welche eine andere als die genormte publizierte Rechtsauffassung vertreten“. Jeder, der „falsches Recht gegen UNS anwendet“, heißt es weiter, sei schadenersatzpflichtig. „Für jeden einzelnen, illegalen, unrichtigen, nichtigen oder sonstigen Verwaltungsakt, der ­gegen unseren ausdrücklichen Willen durchgesetzt wird“, seien „mindestens 1000 Gramm in Gold oder gleichwertig in anderen Edelmetallen zu bezahlen“.

Rund 70 Reichsbürger im Landkreis Hall

Reichsbürger sind davon überzeugt, dass die Bundesrepublik Deutschland kein echter Staat ist, sondern lediglich eine GmbH, die das Land verwaltet. Für die Reichsbürger existiert noch das Deutsche Reich, sie sehen sich als Bürger dessen, drucken sich eigene Pässe und Ausweise. Dass die BRD für sie kein legitimer Rechtsnachfolger ist, spiegelt sich auch vor Gericht. Die Reichsbürger-Szene in Deutschland umfasst rund 19 000 Personen, darunter 950 Rechtsextremisten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Laut Recherchen unserer Zeitung leben im Landkreis Schwäbisch Hall rund 70 Reichsbürger.

[SHA] Udo Stein blamiert sich erneut bei Aktion in SHA

Am Sonntag, den 09.12.2018, beteiligte sich der AfD-KV-Schwäbisch Hall/Hohenlohe am sogenannten „Dieseltag“ – einer vom AfD-KV-Stuttgart initiierten ,,landesweiten“ Protestaktion.

Heroisch liest es sich in einer Pressemitteilung auf der Facebookseite Udo Steins wie folgt:
,,Am vergangenen Sonntag, dem 09.12. beteiligte sich der AfD-Kreisverband Hohenlohe/Schwäbisch Hall am sog. landesweiten „Dieseltag“, welcher vom AfD-Kreisverband Stuttgart ins Leben gerufen wurde.An einer strategisch günstig gelegenen Brücke über eine vielbefahrene Straße in Schwäbisch Hall trotzten Parteimitglieder Wind wie Wetter und machten mittels eines großen Banners, sowie einiger Plakate, auf die verfehlte Politik der Bundesregierung in Sachen Dieselfahrverbote aufmerksam.“

Die Intention der AfD-Funktionär_innen, den Schwung der französischen Gelbwestenaktionen mitzunehmen, ging hierbei deutlich in die Hose.

In der Realität sah diese Aktion in SHA folgendermaßen aus…

Lediglich ganze vier AfD – Aktivist_innen in Warnwesten sind dem Ruf Udo Steins (MdL) und Dirk Spaniels (MdB) gefolgt.
Zu sechst standen sie ab ca 12 Uhr mittags gut 1 Stunde im Dauerregen auf einer Brücke auf Höhe der Heimbachsiedlung stadteinwärts an der Stuttgarter Straße in SHA.

Dass Udo Stein – dreist wie er ist – diese Aktion als Erfolg verbucht und als solchen verkaufen möchte, wundert uns kaum.
Hohn und Spott ist ihm Gewiss!
Wenngleich er mit seinen 5 Gesinnungskamerad_innen kaum Bürger_innen erreicht hat, so wurde diese peinliche Aktion durchaus Stadtgespräch.

Wir werden diese Aktion nicht unbeantwortet lassen!
Der AfD gepflegt in die braune Suppe spucken!

Meldungen im Überblick

[SHA/FR] Kleine Anfrage von Udo Stein bezüglich „Antifa-Aktivitäten“ in SHA und Freiburg

In einer kleinen Anfrage, datiert vom 06.07.2018, an das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration erfragt Udo SteinAntifa-Aktivitäten“ der letzten 5 Jahre in Freiburg und Schwäbisch Hall.

In seiner Begründung führt Stein wie folgt aus:
,,Diese Kleine Anfrage dient der Informationsfindung.
Es ist im Sinne der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Freiburg und des Kreises Schwäbisch Hall zu erfahren, in welcher Art Handlungen sich linksextreme Gruppierungen wie die Antifa in den letzten Jahren im Kreis Freiburg und Kreis Schwäbisch Hall entwickeln konnten und in welchem Ausmaß und welcher Art und Weise die Landesregierung Baden-Württemberg dem entgegengetreten ist.“

Die Antwort des Ministeriums, ausgegeben am 27.08.2018, dürfte eher zu Steins Ernüchterung ausgefallen sein.
Alibimäßig erfragte Stein noch die Entwicklung rechtsmotivierter Gewalt.

[ÖHR] Wirre rechte Flugblätter in Öhringen und Ingelfingen aufgetaucht
Rechte Aktivist_innen aus dem Umfeld von Baden-Württemberg wacht auf verteilten am 13. Oktober 2018 ca 1000 Flugblätter unter dem Motto: „Migrationspakt stoppen“ in Öhringen und Ingelfingen.

[ÖHR] AfD-Ortsverband in Öhringen gegründet
In Bezug auf den anstehenden Kommunalwahlkampf wurde in Öhringen am 22.09.2018 im Beisein von Anton Baron (MdL) der erste AfD-Ortsverband in Hohenlohe gegründet.
Als Sprecher dieses Ortverbands fungiert Jens Moll, kaufmännischer Leiter und Diplom-Ökonom.
Als stellvertretende Sprecher wurden Thomas Schmidt und Jörg Lehmann in den Vorstand gewählt.
Ziel sei die ,,lokale Vernetzung und Verankerung der Partei in den Gemeinden mithilfe von Infoständen“.

[ELLWANGEN] AfDler und extreme Rechte Hand in Hand
Deutlich kleiner als im Vorfeld großspurig angekündigt fiel die AfD-Demo am 22.09.2018 in Ellwangen aus. Lediglich 150 Teilnehmer_innen, einem Zusammenschluss von Neonazis*, AfD-Mitgliedern und Sympathisanten sowie der Identitären Bewegung und der Jungen Alternative, folgten dem Aufruf des AfD Kreisverbandes von der Ostalb.
Als Redner traten die AfD-Landtagsabgeordneten Udo Stein und Lars Patrick Berg, sowie der mittlerweile zurückgetretene Landessprecher Ralf Özkara und der AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Braun auf.
Nach der Begrüßung durch den AfD-Kreisvorsitzenden von Ostwürttemberg Wolfgang Wacker um 11 Uhr, wurde der rechten Wandertruppe schnell klar, dass der antifaschistische Protest eine rechte Demoroute durch die Innenstadt unmöglich gemacht hatte.
Der rechte Demonstrationszug beschränkte sich somit auf eine kleine Alternativroute, was dem entschlossenen und kreativen antifaschistischen Protest zu verdanken ist.

*Sowohl auf der Demo als auch im Ellwanger Stadtgebiet wurden zahlreiche Personen, die der extremen Rechten zuzuordnen sind, gesichtet.

[MOS] Kurioser Prozess vor dem Landgericht Mosbach

Dieb starb mit „Mein Kampf“ unterm Arm.
Ein Gastwirt soll einen Räuber erschossen und die Leiche fünf Jahre lang versteckt haben.

Mosbach. Unter den rechten Arm hatte der Dieb „Mein Kampf“ von Adolf Hitler gesteckt, in der Hand hielt er einen Reservistenkrug und einen Beutel voller Medaillen. Als der Besitzer den 55-Jährigen auf frischer Tat ertappte, griff er zur Waffe. Zweimal habe er „aus Zorn und Erregung“ auf den Oberkörper und den Kopf des Mannes gezielt, die Leiche habe er in der Scheune versteckt. Dieses Geständnis legte der Wirt des Gasthofs „Schwanen“ in Buchen-Götzingen (Neckar-Odenwald-Kreis) mit fünfjähriger Verspätung ab – nachdem sein Anwesen am 13. Januar dieses Jahres in Flammen aufgegangen war.
Jetzt muss sich der 55 Jahre alte Angeklagte wegen Totschlags vor dem Landgericht Mosbach verantworten. Er befindet sich seit 24. Januar in Untersuchungshaft. Das Schwurgericht hat für den Prozess Verhandlungstermine am 23. Juli und 13. August angesetzt.
Der angebliche Dieb wurde seit Februar 2013 vermisst. Der Vater von drei Kindern stammte aus dem 1400-Seelen-Dorf. Er war offenbar ein guter Bekannter des Wirtes, der ihn erschossen haben soll. Zu der tödlichen Begegnung ist es gekommen, nachdem der Angeklagte Geräusche gehört haben will. Er habe sich mit einer Pistole und einem Totschläger bewaffnet, sagte er der Polizei.
Das Opfer ist nach Mitteilung des Landgerichts „von dem Geschoss mittig in der Schädeldecke tödlich getroffen worden“. Es sei dann in ein gebogenes Eisenteil gefallen. Der Angeklagte habe sich über den Tod des Mannes vergewissert, das Metallstück herausgezogen und die Leiche in einem Zwischenboden seiner Scheune verborgen.
Die sterblichen Überreste waren nach dem Brand erst entdeckt worden, weil die Polizei einen Tipp bekommen hatte. Warum das Anwesen zum Raub der Flammen wurde, konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Quelle:
https://www.tagblatt.de/Nachrichten/Dieb-starb-mitMein-Kampfunterm-Arm-379947.html

[RMK] NSBM-Konzert beim VFRR Großerlach

Am 14.04.18 soll im VFRR Klubhaus in Großerlach wiederholt ein National Socialist Black Metal (NSBM) Konzert stattfinden.
Dieses mal mit Drudensang, Darkmoon Warrior und Ravenholm.

Drudensang:
Die Band zeichnet sich durch diverse Auftritte auf NSBM-Festivals wie dem Eternal Hate Fest am 15.07.17 und dem Torn Your Ties am 03.09.16 [1], sowie ihre Zusammenarbeit mit dem NSBM-Label Pesttanz Klangschmiede [2] aus.

Pesttanz Klangschmiede wird vom Neonazi Martin Christel betrieben [3] und vertreibt dementsprechendes Material, von Titeln wie „Satanic Holocaust – Raw Black Metal Holocaust CD“ [4] bis Schwarze Sonne Aufnähern [5] ist alles dabei.
Martin Christel kandidierte 2014 für die NPD [6]. Des Weiteren ist Martin Christel Unterstützer des Reichsbürgers Adrian Ursache. Als es im August 2016 zu einem Schusswechsel zwischen Ursache und der Polizei kam, war auch Christel anwesend [7].

Darkmoon Warrior:
Die Band steht beim NSBM-Label World Terror Committee unter Vertrag, welches von dem Nazi Sven Zimper, Schlagzeuger der NSBM-Band Absurd, betrieben wird.
Weitere Verbindungen zum NSBM äußern sich durch diverse Auftritte auf NSBM-Festivals wie dem Fireblade Force Festival im September 2010 [8], sowie den Sänger „Atom Krieg“ und den ehemaligen Schlagzeuger „Basilisk“. Beide spielen auch in der NSBM-Band Eternity.
Bezeichnend ist ebenfalls der Titel „After the final holocaust“ eines der Darkmoon Warrior Alben [9].

Night of Grimness:
Das Konzert beim VFRR ist Teil der Konzertreihe Night of Grimness und sollte ursprünglich im CAT Ulm stattfinden, konnte dort aber erfolgreich verhindert werden.

Wir kritisieren nicht nur die einzelnen Bands, sondern die gesamte Veranstaltungsreihe „Night of Grimness“ an sich!

Es werden vorsätzlich Bands gebucht, die Verbindungen zur NSBM-Szene haben oder ihr angehören. Damit wird ein Publikum angesprochen, welches keine Probleme mit antisemitischem, NS-verherrlichendem und rassistischem Gedankengut hat, sondern dieses befürwortet.

Die „Night of Grimness“ bietet eine Plattform für Neonazis. Hier können sie ihre Musik hören, sich treffen, austauschen und organisieren.

Dass der VFRR diese Plattform mit großer Freude bietet, wundert uns nicht!
Wir berichteten bereits in der Vergangenheit über den VFRR:
http://aasha.blogsport.de/2017/08/25/rmk-erneut-nsbm-konzert-beim-vfrr-grosserlach/

[1] https://www.drudensang.de/rituale/
[2] https://www.drudensang.de/werke/
[3] http://www.pesttanz.com/website/index.php/impressum
[4] http://www.pesttanz.com/webshop/de/47-s
[5] http://www.pesttanz.com/webshop/de/63-aufnaeher
[6]
http://www.vgem-wethautal.de/media/wahlen/mertendorf/ergebnis_gemeinderatswahl_mertendorf_2014.pdf
[7]
http://www.der-rechte-rand.de/archive/2423/drr-165-reichsbuerger-koenig/
[8] https://de.indymedia.org/2010/09/289097.shtml
[9] http://darkmoonwarrior.repage.de/

NPD-Funktionär Dominik Stürmer zu Freiheitsstrafe ohne Bewährung in zweiter Instanz verurteilt

Das Landgericht Ellwangen verurteilte Dominik Stürmer in dessen Berufungsprozess zu einer Freiheitsstrafe von 10,5 Monaten ohne Bewährung und sah somit den Straftatbestand §189 StGB, Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (wie auch im Urteil in erster Instanz vor dem Amtsgericht), als erfüllt an.
Nachdem Stürmer in erster Instanz bereits zu 90 Tagessätze verurteilt wurde, legten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der NPD´ler selbst Berufung gegen das Urteil ein.
Stürmer hatte Stauffenberg als einen Verräter in einem Post auf Facebook bezeichnet.
Stürmer, der vom NPD-Anwalt Peter Richter aus dem Saarland vertreten wurde, hat gegen das zweitinstanzliche Urteil nun ebenfalls Revision eingelegt.
Nun hat das Oberlandesgericht Stuttgart zu entscheiden.
Stürmer gibt sich nach wie vor selbstsicher, eine Haftstrafe umgehen zu können und ist davon überzeugt- sollte die Revision verworfen werden- vors Bundesverfassungsgericht zu ziehen.
Stürmer befindet sich gegenwärtig aufgrund einer aktuell laufenden Bewährungsstrafe in einer denkbar schlechten Ausgangsposition. Somit bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als die Haftstrafe durch das Einlegen von Rechtsmitteln nach hinten zu verschieben um Zeit zu gewinnen.
Dass sich Dominik Stürmer einer Haftstrafe entziehen kann, halten wir für sehr unwahrscheinlich.
Zu erkennen, dass soziale Netzwerke im Internet kein rechtsfreier Raum sind und man – gerade wenn man eine Bewährungsstrafe auszusitzen hat – sich zwei mal überlegen sollte, was man postet, scheint Stürmer erst noch lernen zu müssen.

Reichsbürger aus Langenburg wegen Volksverhetzung verurteilt

Quelle SWP:
https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk-schwaebisch-hall/_eine-ganz-gefaehrliche-nummer_-24846500.html



Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (33)